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Stralsund Parow bekommt neuen Strand
Vorpommern Stralsund Parow bekommt neuen Strand
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13:41 27.02.2019
Der Strand von Parow – hier der Start des Sundschwimmens 2018 –soll neu aufgeschüttet werden. Quelle: Alexander Müller
Kramerhof

Die 1900 Einwohner zählende Gemeinde nördlich von Stralsund steht finanziell gut da und kann so 2019 kräftig investieren. 1,77 Millionen sollen für verschiedene Maßnahmen ausgegeben werden, wofür durch Fördermittel und Grundstücksverkäufe bereits 1,6 Millionen gedeckt sind.

Größter Investitionsbrocken sind 670 000 Euro für die Umgestaltung des Parower Dorfplatzes. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Kramerhof das Zentrum dieses Ortsteils mächtig aufgewertet –mit dem Umbau der Orangerie in Gärtnerei mit Gewächshaus und Café (die OZ berichtete). Um das Ganze aber touristisch besser anzubinden, möchte man nun einen direkten Zugang zum Ostseeradwanderweg, der direkt am Gutshofpark vorbeiführt, schaffen.

Dazu soll im vorhandenen Park unter Einbeziehung des jetzigen Baumbestandes eine neue Zuwegung von der Parower Dorfstraße her gebaut werden. Aber auch für Fußgänger soll das gesamte Gelände besser erschlossen werden. Ebenfalls sind Flächen für Sport und Spiel vorgesehen. Für das Gesamtkonzept zur Umgestaltung des Dorfplatzes zur neuen Dorfmitte Parow bekommt die Kommune aus einem Sonder-Fördertopf des Schweriner Landwirtschaftsministeriums einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent – das sind gut 500 000 Euro.

Zweite große Maßnahme für Parow ist die Umgestaltung des Strands. 450 000 Euro sind dafür eingeplant, allerdings steuert der Bauträger des Ferienhausgebietes 200 00 Euro bei. Bei dem Projekt handelt es sich um die Aufschüttung in der Nähe des Hafens Parow an der ursprünglich im B-Plan vorgesehenen Stelle – allerdings ohne Promenade und Kliffbefestigung. „Durch die Aufspülung wird das derzeit aktive Kliff zu einem inaktiven, da das Wasser dann die Kliffkante bei normalem Wetter nicht mehr erreicht und damit die Gefahren durch kippende Bäume wegfallen“, heißt es im Haushaltsplan der Gemeinde Kramerhof, die die Stelle dann mit einem Zaun absichern will.

Mit der nun sehr abgespeckten Variante muss sich die Gemeinde von ihrem einstigen Traum von einem superschönem Strand wohl verabschieden – so wie man sich schon vor Jahren die gewünschte Marina aus dem Kopf schlagen musste, die nun zum Wasserwanderrastplatz geschrumpft ist. Aber das stolze Kramerhof lässt sich von solchen Botschaften nicht unterkriegen und hält an der Aufwertung des Feriengebietes in Parow fest. Und die passiert nun eben in einer kleinen Variante, dafür ist es eine, die weniger kostet und die obendrein wegen der geringen Eingriffe in die Natur den geringsten Widerstand bei der Naturschutzbehörde und den Umweltverbänden Nabu und BUND hervorruft.

Projekt Nummer 3 in Parow, die Umgestaltung des Schloss zur Altenpleener Amtsstube, wird ebenfalls 2019 angeschoben, und zwar mit der Planung, die mit immerhin rund 400 000 Euro zu Buche schlägt und europaweit ausgeschrieben werden muss.

80 000 Euro nimmt die Kommune in die Hand, um dem ehemaligen Schweinestall in Parow eines neues Dach zu verpassen. Oben drauf soll eine Solaranlage für 35 000 Euro installiert werden. Mit dieser Anlage sollen künftig alle kommunalen Einrichtungen in Parow mit Strom versorgt werden.

Für 40 000 Euro will sich Kramerhof eine Investition im Anlagevermögen gönnen, und zwar einen neuen Kompaktschlepper für die Gemeindearbeit. Und die übernehmen in Klein und Groß Kedingshagen, Parow, Kramerhof und Damitz drei Mitarbeiter (2,5 Stellen im Etat verankert).

Und es soll auch noch gebaut werden, nämlich in Klein Kedingshagen. Mit dem Bebauungsplan 17 möchte die Gemeinde den Weg frei machen, um das Gelände einer landwirtschaftlich genutzten Fläche gegenüber dem Flugplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum jetzigen Wohngebiet zu erschließen. Dort sollen auf einer Fläche von 10 800 Quadratmetern zwölf Baugrundstücke entstehen. Nach der Kostenrechnung des Ingenieurbüros entsteht der Kommune ein Erschließungsaufwand von 45,60 Euro pro Quadratmeter Bauland. Die Gemeinde möchte dann baufertige Grundstücke verkaufen, und zwar für 125 Euro pro Quadratmeter.

Ines Sommer

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