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Stralsund Wer will Pfandbecher in Stralsund und auf Rügen anbieten?
Vorpommern Stralsund Wer will Pfandbecher in Stralsund und auf Rügen anbieten?
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13:48 26.07.2019
Diese Pfandbecher mit regionalem Aufdruck können bis zu 500 Mal verwendet werden. Quelle: Tourismusverband Rügen
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Stralsund

320 000 To-Go-Becher landen laut der Deutschen Umwelthilfe im Müll, nicht im Monat oder pro Tag, nein: stündlich. Riesige Müllberge entstehen durch die einmal genutzten Becher. Leider landen sie auch noch oft genug nicht fachgerecht entsorgt in der Tonne, sondern aus dem Autofenster geworfen in der Landschaft.

Die Firma Recup will dem etwas entgegensetzen und hat in vielen Orten und Regionen Deutschlands für die Einführung eines Mehrwegsystems gesorgt. Unter anderem wurden die Pfandbecher auf Rügen und in Stralsund eingeführt. An 30 Standorten werden bereits die Recups mit regionalen Motivaufdrucken ausgegeben. Das System funktioniert folgendermaßen: Kunden, die einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen, bekommen diesen für einen Euro Pfand zukünftig im Recup-Becher, welcher jederzeit bei allen Partnern in der Region und sogar deutschlandweit wieder zurückgegeben werden kann. Der Becher wird anschließend gereinigt und kann bis zu 500 Mal wiederverwendet werden.

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Systemgebühr und Starterpaket

Um das System weiter voranzubringen, werden Cafés, Bäckereien, Strandbars oder Tankstellen bei der Einführung unterstützt. Im Rahmen der Initiative „Weniger fürs Meer“ werden im ersten Jahr die Kosten für die Systemgebühr sowie ein Starterpaket der Regionalbecher übernommen. Insgesamt können noch bis zu zehn weitere Standorte vergeben werden.

Potenzielle Interessenten aus Stralsund oder der Insel Rügen, die für mehr Umweltbewusstsein sorgen wollen, können sich noch bis zum 31. August als Recup-Partner bewerben. Weitere Informationen gibt es auf www.wenigerfuersmeer.de oder per Mail an mail@tourismus-ruegen.de mit dem Betreff: Ich will Recup. Einerseits wird damit die Umweltbelastung etwas reduziert, andererseits wird mit dem regionalen Aufdruck ein bisschen Werbung für den Nordosten gemacht.

Initiative „Weniger fürs Meer“

Bei „Weniger fürs Meer“ engagieren sich der Tourismusverband und die Tourismuszentrale Rügen, das Biosphärenreservat Südost-Rügen und die Hansestadt Stralsund für die Stärkung des Umweltbewusstseins der Einwohner und Touristen und für die Vermeidung von Einwegplastik. Die Initiative wird bis Ende des Jahres durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

Kai Lachmann

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