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Stralsund Patienten aus aller Welt in Greifswald
Vorpommern Stralsund Patienten aus aller Welt in Greifswald
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00:00 06.02.2014
Prof. Axel Ekkernkamp, Chef der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, im Gespräch mit Sozialministerin Birgit Hesse (SPD), dem CDU-Bundestagsmitglied Matthias Lietz und dem Kaufmännischen Vorstand der Universitätsmedizin, Gunter Gotal (v.l.). Quelle: Fotos: Peter Binder
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Greifswald — Die Universitätsmedizin hat auch 2013 hinbekommen, wovon andere Unikliniken nur träumen: Es wurde ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. „Wir schreiben erneut eine schwarze Null, haben eine Viertelmilliarde Euro ausgegeben und genauso viel dank der Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter erwirtschaftet“, verkündete der Kaufmännische Vorstand der Universitätsmedizin, Gunter Gotal, beim gestrigen Neujahrsempfang im Universitätshauptgebäude in Greifswald.

Alles was in der medizinischen Versorgung in MV Rang und Namen hat, war gestern dabei. Neben Vertretern der Ärztekammer und der Krankenkassen ließ es sich auch die Landesregierung nicht nehmen, der Unimedizin Glückwünsche zu überbringen. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) allerdings brauchte an diesem Tag selbst ärztlichen Beistand, er war erkrankt — „Stimmlos“, wie Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) verriet. Gesundheitlich angeschlagen zeigte sich auch Barmer-Chef Heinz Kissel, der unentwegt Hustenbonbons gegen das Kratzen im Hals lutschte. Bester Gesundheit und guter Laune erfreute sich Verkehrsminister Christian Pegel (SPD), der froh war, sich mit seinen früheren Rechtsanwalt-Kollegen Frank Hardtke und Axel Schmidt austauschen zu können.

Farbliche Akzente auf dem Neujahrsempfang setzten Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp (CDU) mit ihrem schicken roten Kostüm ebenso wie Vorpommern-Greifswalds Landrätin Dr. Barbara Syrbe (Linke), die in roter Bluse erschien und die Direktorin der Gerichtsmedizin, Prof. Britta Bockholdt, die eine rote Jacke trug. Letztere war in Gedanken ganz und gar mit der Vorbereitung des Kongresses der Gerichtsmediziner aus ganz Deutschland im September befasst. Ansonsten waren Schwarz und Grau die Farben des Vormittags, wobei der Beigeordnete der Landrätin, Dirk Scheer (parteilos), in seinem karierten Anzug einer der Modemutigen war.

Stolz wie Bolle zeigte sich Prof. Winfried Bartlen, Chef der Kinderchirurgie und international der Experte auf dem Gebiet von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen bei Kindern. Das Lob des neuen Ärztlichen Vorstandes, Dr. Thorsten Wygold, dass zu Greifswalder Spezialisten Patienten aus aller Welt kommen, bezog er besonders auf seinen Kollegen Prof.

Holger Lode, der spezialisiert ist auf die Behandlung von Tumoren bei Kindern, und sich. „Manchmal komme ich mir vor wie auf dem Flughafen, so viele Sprachen“, verriet Usedom-Fan Bartlen, der auf der Insel auch ein Häuschen besitzt. Anerkennung zollte ihm Dr. Volker Worm, stadtbekannter niedergelassener Sportmediziner in Greifswald. Allerdings kritisierte er gegenüber Prof. Marek Zygmunt, Chef der Universitätsfrauenklinik, dass in den Reden die niedergelassenen Ärzte schlichtweg vergessen worden seien. „Ohne uns würde es der Unimedizin längst nicht so gut gehen“, machte er deutlich.

Patienten immer älter

250 Millionen Euro Jahresumsatz stehen in der Bilanz des Universitätsklinikum Greifswald 2013.

4600 Mitarbeiter beschäftigt das Klinikum. Es ist damit einer der größten Arbeitgeber in Vorpommern und sichert die medizinische Maximalversorgung im Ostteil des Landes ab.

167 000 Patienten wurden 2013 behandelt.
Statistisch gesehen blieb jeder Patient
7,1 Tage. Das Durchschnittsalter:

53 Jahre (2003: 48 Jahre).



Cornelia Meerkatz

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