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Stralsund Pläne für Neuen Markt erhalten Zustimmung
Vorpommern Stralsund Pläne für Neuen Markt erhalten Zustimmung
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03:32 21.08.2013
So stellt sich der Stralsunder Ulf-Harry Kugelmann den Neuen Markt in der Zukunft vor. Grafik: privat
Stralsund

„Hellauf begeistert“ ist OZ-Leser Rainer Matthes vom Entwurf des Stralsunders Ulf-Harry Kugelmann zur Gestaltung des Neuen Marktes.

Die OZ hatte am 14. August die Ideen des Pensionärs vorgestellt. Und die gefielen Rainer Matthes ausnehmend gut. Kugelmann würde den gesamten Platz autofrei gestalten, indem er den jetzigen Parkplatz auf die Fläche am Busbahnhof verlegt. Busse hingegen sollten am Bahnhof parken.

Den Platz selber würde er rautenförmig pflastern, eine kleine Wasserfläche samt Fontäne anlegen und mit zwei Spielfeldern Möglichkeiten für Schach- oder Damespiel unter freiem Himmel eröffnen.

Das alles findet auch Rainer Matthes gut. Mit einer Ausnahme: Bedenken hat er hinsichtlich der geplanten grünen Hecke, die einen Parkstreifen für einige wenige Taxen bzw. Autos von Behinderten abtrennen soll. Er frage sich, wer die Hecke pflegt und sauber hält und befürchtet, dass eine Dreckecke vorprogrammiert ist. Einen Durchgang würde er zudem als zu wenig erachten. Für fraglich hält er auch, ob es überhaupt eines Parkstreifens bedarf. „Wenn dort Autos stehen, dann aber mit der Motorhaube zum Neuen Markt, damit sie nicht die Abgase in Richtung Platz abgeben“, so Matthes In jedem Fall müsste sehr streng kontrolliert werden, mahnt der Rentner an.

Sehr positiv findet er, dass die Parktaschen auf der Milchbar-Seite zugunsten von Freisitzflächen beseitigt würden. Auch das Wasserspiel samt Fontäne sei genau nach seinem Geschmack. Hier hoffe er, dass es aber im Gegensatz zum Alten Markt ein richtiger Springbrunnen wird, der immer sprudelt, „nicht nur zur vollen Stunde“.

Der 67-Jährige lebt heute in Berlin, besucht aber mehrmals im Jahr seine 87-jährige Mutter, die seit 1957 in der Gentzkowstraße ihr Zuhause hat. Und weil Rainer Matthes so eng mit Stralsund verbunden ist, verfolgt er auch sehr genau, was hier passiert.

Zustimmung erhält Ulf-Harry Kugelmann mit seinem Vorschlag auch von Dr. Heino Bruno ter Veen. „Ich empfinde Bewunderung, mit welchem Engagement sich ein Bürger für die in Stralsund in Gang gesetzte Diskussion über die künftige Markt-Gestaltung einbringt“, schreibt er. Nicht nur mit Geld — denn der dargestellte Entwurf habe wahrscheinlich auch etwas gekostet — sondern vor allem „mit vielen sehr guten, überzeugenden Ideen“.

Dr. ter Veen hofft, dass dies nicht gleich wieder „klein geredet“ wird von Gewerbe-Ansässigen oder „Ewig-Gestrigen“, die sich den Platz nur schwer ohne Autos vorstellen können.

Denn darum gehe es doch seines Erachtens im Kern: Das Auto gehöre nicht auf Markt. „Jedenfalls nicht in einer Kleinstadt wie Stralsund, die Welterbe-Status besitzt.“

Andere vergleichbare Welterbe-Städte wie etwa Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, Weimar in Thüringen, Regensburg in Bayern, Venedig in Oberitalien, Florenz, Siena, Pisa oder San Gimignano in der Toskana könnten insoweit als Vorbilder herhalten, meint der Hansestädter. Denn sie seien bereits mit Erfolg daran gegangen, den Autoverkehr aus ihren jeweiligen historischen Altstädten mit ihren gepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und den mehr oder weniger kleinen, romantischen Plätzen zu verbannen. „Das sollte zum Nachdenken anregen“, fordert ter Veen.

Und welche Meinung haben Sie zur Gestaltung des Neuen Marktes? Wie könnte der Platz aussehen? Schreiben Sie uns unter lokalredaktion.stralsund@ostsee-zeitung.de.

Marlies Walther

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