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Stralsund Plastikfreier Schultag: Ohne Handy und Dreieck durch den Unterricht
Vorpommern Stralsund Plastikfreier Schultag: Ohne Handy und Dreieck durch den Unterricht
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19:00 30.10.2019
Plastikfreier Schultag Quelle: Arne Lehmann
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Stralsund

Der Selbstversuch von den OZ-Redakteuren Kai und Christin Lachmann hat mich inspiriert. Seit Anfang Oktober gestalten sie ihr Leben ohne Plastik – und das für einen ganzen Monat. Das bezieht sich aber vorrangig auf Verpackungen. Die zwei versuchen den selbst erzeugten Plastikmüll zu minimieren. Man kann das aber bestimmt noch radikalisieren: Ist es möglich, einen Schultag völlig ohne die Benutzung irgendwelcher Gegenstände aus Plastik zu bestehen? Ich habe es versucht!

Arne Lehmann, Jugendredakteur aus Stralsund Quelle: privat

Um dieses Experiment durchführen zu können, bedarf es einiger Vorbereitungen. Ich habe zunächst alles an Plastik aus meinen Schulsachen aussortiert. Viel blieb von denen nicht übrig. Es galt also, sich Alternativen zu überlegen. Teilweise war das relativ einfach: Die Bücher wurden in Zeitungspapier eingeschlagen (so kann die OZ tatsächlich zweckmäßig verwendet werden) und die eigentliche Schultasche durch einen 100%-Baumwollbeutel ersetzt. Bei den Schreib- und Zeichenutensilien wurde es schon etwas komplizierter. Der geliehene Holzkuli vom Schulkameraden funktioniert zwar, ist aber lange nicht das Gleiche wie einer mit ergonomischem Silikongriff.

Textmarker werden durch Buntstifte der Schwester ersetzt

So kannst du deinen Schulalltag von Plastik befreien. Tipps von Jugendredakteur Arne Lehmann (18).

Da ich auch auf die existenziellen Textmarker verzichten musste, wurden ersatzmäßig Buntstifte benötigt – von denen ich aber seit Jahren keine mehr besitze. Glücklicherweise habe ich eine kleine Schwester. Sie konnte aushelfen. Schwestern können bei so was immer aushelfen. Der größte Verlust war aber wahrscheinlich das Geo-Dreieck. In einem Haushalt, in dem kein Holzlineal existiert, bot letztendlich nur ein Zollstock Ersatz. Damit waren die Materialien erfolgreich umgestellt.

Wegen Plastik-Anteilen: Auch das Handy bleibt zu Hause!

Selbstverständlich musste die Verpackung der Verpflegung ebenso verändert, also die Tupperdose durch einen Stoffbeutel ersetzt und auf eine Glasflasche zurückgegriffen werden. Das Schlimmste hatte ich hier aber noch gar nicht realisiert: Mein Smartphone besteht zum Teil aus Plastik. Dann bleibt das also zu Hause. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Unterrichtsstunden jemals so langsam vergingen wie an diesem Tag. Prinzipiell konnte ich das Experiment aber ohne Probleme abschließen. Für alles findet sich eine Alternative und in der Schule kann man so auch noch den einen oder anderen Lacher ernten. Es ist nur sehr unpraktisch und einschränkend, komplett auf Plastik zu verzichten.

Plastikfreies Leben: So geht das in Vorpommern!

Seit Anfang Oktober versuchen die OZ-Redakteure Christin und Kai Lachmann, ihren Alltag in Vorpommern ohne Plastik zu bestreiten. Das Portemonnaie leidet, aber das Bewusstsein für mehr Umweltschutz wird stärker. Zu den Beiträgen:

Plastikfreier Monat im Live-Blog: So leicht entsteht ein neuer Lebensstil

 Zehn einfache Tipps für weniger Plastik im Alltag

 Zwischenbilanz zum Plastikfrei-Experiment: Kostet mehr, macht aber schlanker

Bildergalerie: Plastik vermeiden – leichter als gedacht

 Greenpeace-Aktionstage in Stralsund: Meer braucht mehr Schutz

 Umweltfreundlicher Ersatz für Alu- oder Frischhaltefolie: Wachstücher selber machen

 Klimaschutz: Es gibt nicht nur „100 Prozent Öko“ oder „Scheiß drauf“

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Von Arne Lehmann

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