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Politik 325 000 Euro für neue Tagesklinik
Vorpommern Stralsund Politik 325 000 Euro für neue Tagesklinik
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00:00 19.07.2013
Sozialministerin Manuela Schwesig sprach mit Schmerzpatient Peter Winkler, dem wegen einer schweren Diabetes-Erkrankung beide Füße amputiert werden mussten. Chefarzt Jörg Werner (l.) und Oberarzt Matthias Frenzel sind für die Tagesklinik verantwortlich. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Mit einem schweren Schicksal hat Peter Winkler aus Schlemmin zu kämpfen. Dem 58-jährigen Mann mussten wegen einer Diabetes-Erkrankung beide Beine amputiert werden. „Herr Winkler ist trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen aber guter Dinge“, sagte Oberarzt Matthias Frenzel, als er gestern mit Sozialministerin Manuela Schwesig einen Rundgang durch die Tagesklinik für Schmerztherapie machte. Die Schweriner SPD-Politikerin kam mit dem Schmerzpatienten ins Gespräch und erfuhr, dass sich der Hobby-Jäger trotz seines Handicaps regelmäßig auf einen Hochsitz tragen lässt, um von dort das Wild zu beobachten und auch zu erlegen.

Um die Betreuung von Patienten wie Peter Winkler im Helios Hanseklinikum zu optimieren, brachte die Ministerin einen Fördermittelbescheid im Wert von 325 000 Euro mit. Das Geld wird dringend benötigt, um den Bau der neuen Tagesklinik für Schmerztherapie im dritten Obergeschoss des Krankenhauses am Sund zu realisieren.

„Wir freuen uns über die Unterstützung des Landes, denn mit der neuen Tagesklinik können wir acht zusätzliche Plätze schaffen und so das Leistungsangebot erweitern“, dankte Geschäftsführer Dr. Jan Leister. Jeder Patient erhalte hier eine auf seine Bedürfnisse individuell abgestimmte Schmerztherapie. Chefarzt Jörg Werner erklärte, dass die wohnortnahe Behandlung ohne Übernachtung im Krankenhaus ein wichtiger Aspekt beim Heilungsprozess ist.

„Wie habe ich mir das vorzustellen, wenn ein Patient zur Therapie kommt“, wollte Manuela Schwesig, deren Vater ebenfalls unter starken chronischen Schmerzen leidet, wissen. „Unsere Patienten werden wochentags in der Zeit von 8 Uhr bis 16.30 Uhr behandelt — das Spektrum reicht von physiotherapeutischen bis hin zu psychologischen Maßnahmen und auch medikamentösen Therapien“, erläuterte Oberarzt Frenzel den Tagesablauf.

Nicht ohne Stolz verweisen die Mediziner auf ihren guten Ruf, denn viele Patienten reisen auch aus anderen Regionen an den Strelasund mit der Hoffnung, dass hier ihre Schmerzen gelindert werden.

Die Ministerin hatte noch einen weiteren Förderbescheid in der Tasche. Zur Erweiterung des Angebots im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie wurden insgesamt 31 Plätze beantragt und jetzt genehmigt. Damit soll die Therapie von psychotischen und bipolaren Störungen ermöglicht werden.

In den Genuss der Fördergelder kommen die Tageskliniken in Bergen und Stralsund. Zum 1. Oktober soll zudem eine Tagesklinik für Adoleszenz-Psychiatrie und frühes Erwachsenenalter auf dem Klinikgelände West eröffnet werden.

Christian Rödel

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