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Politik Deutsche Post erteilt Ummanzern Absage
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00:00 10.07.2013
Wir werden versuchen, das Gespräch zu suchen.“Holger Kliewe, Bürgermeister Ummanz
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Ummanz

Die Schließung der Poststelle in Waase ist beschlossene Sache — zumindest von Seiten der Deutschen Post — wie Bürgermeister Holger Kliewe (CDU) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung verlauten ließ. In einem Schreiben hatte diese dem Gemeindeoberhaupt mitgeteilt, dass die Filiale wirtschaftlich nicht mehr tragbar sei. Das wissen die Ummanzer zwar schon seit April. Trotzdem hatten sie sich mit mehr als hundert Unterschriften noch Mitte Juni für ihre Poststelle stark gemacht. „An gleicher Stelle soll nun ein Verkaufspunkt mit einem Selbstbedienungsautomaten eingerichtet werden“, verlas Kliewe Montagabend den Plan der Deutschen Post. Obwohl die Poststelle bereits seit Juli geschlossen ist, will sich der Ummanzer noch nicht geschlagen geben. „Wir werden versuchen, das Gespräch zu suchen“, sagte Kliewe. Denkbar sei auch, Geld aus der Gemeindekasse beizusteuern, um die Stelle vorerst aufrechtzuerhalten: „Wenn wir den Tourismus ankurbeln wollen, können wir die Poststelle nicht schließen.“

Auch für die Bürgerversammlung zum Masterplan 2020, zu der sich die Gemeinde in der vergangenen Woche getroffen hatte, fand Kliewe klare Worte: „Was ich schade finde, ist, dass viele Vorwürfe sehr subjektiv waren. Wenn Bürger sagen, dass diejenigen, die aus dem Westen kommen und in der Gemeinde investieren, es nicht ehrlich meinen, und sie dafür auch noch Beifall bekommen, dann schäme ich mich für die Bürger“, so Kliewe. „Wir sind eine offene Gemeinde, und ich freue mich über jeden Investor, der hier Grundstücke entwickelt und Arbeitsplätze schafft, egal ob aus Ost oder West.“

Grünes Licht gaben die Gemeindevertreter für zwei neue Straßen — von Waase nach Tankow sowie den Straßenneubau in Haide — die mit Gesamtkosten von jeweils 790 000 Euro und 170 000 Euro zu Buche schlagen. Gefördert werden die Straßen vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) über das Programm Flurneuordnung Ummanz. Weil der Eigenanteil der Gemeinde bei beiden um rund ein Drittel gestiegen war, mussten die Gemeindevertreter zuvor noch den Nachtragshaushalt 2013 absegnen. „Der jetzige Nachtragshaushalt ist ausgeglichen“, betonte Kliewe. Grundstücksverkäufe und zwei nicht durchgeführte Straßenprojekte, für die die Gemeinde keine Fördermittel bekommen hatte, hätten die Mehrkosten gedeckelt. Mit der Abrundungs- und Erweiterungssatzung für den Ortsteil Waase bekundeten die Gemeindevertreter gestern zudem ihren Willen, die Ortslage neu zu beplanen. Dort soll unter anderem eine Badestelle am Hafen und ein Bootsanleger für den Wasserwanderrastplatz entstehen.

Stefanie Büssing

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