Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Jugend setzt auf persönliche Freiheit und soziale Sicherheit
Vorpommern Stralsund Politik Jugend setzt auf persönliche Freiheit und soziale Sicherheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:15 11.09.2015
Schüler einer 12. Klasse des Goethe-Gymnasiums diskutieren über Lebensqualität beim Bürgerdialog in Stralsund.
Schüler einer 12. Klasse des Goethe-Gymnasiums diskutieren über Lebensqualität beim Bürgerdialog in Stralsund. Quelle: Jens-Peter Woldt
Anzeige
Stralsund

Jungen Leuten in Stralsund sind persönliche Freiheit und soziale Sicherheit besonders wichtig. Das ist das Ergebnis des Bürgerdialogs gestern im Löwenschen Saal des Rathauses, an dem etwa 100 Gymnasiasten und einige junge Migranten teilgenommen haben.

Während der knapp vierstündigen Veranstaltung wurde in kleinen Gruppen erörtert, was für jeden einzelnen bedeutsam ein gutes Leben in Deutschland ist.

Eröffnet worden war die Veranstaltung am Vormittag von Manfred Gerth, Stellvertreter des Landrats, und von OB-Stellvertreter Holger Albrecht.

Die Diskussion begleitet haben Kornelia Zoppke vom Bundespresseamt und Sebastian Dosch vom Bundesverkehrsministerium. Moderiert wurde sie im Auftrag des Bundeskanzleramts von Sandra Finger, die letztendlich beeindruckt und auch ein wenig überrascht war vom Ergebnis des Dialogs.

„Zusammenfassend könnte man sagen, die jungen Leute wollen viel persönliche Freiheit in einem sicheren Rahmen.“ Erstaunlich für sie sei es, dass die Gymnasiasten zum Beispiel viel über das Rentensystem in Deutschland nachdenken oder darüber, Flüchtlingen so schnell wie möglich die Chance gegeben werden sollte, durch eigene Arbeit Geld zu verdienen, weil das der beste Weg zur Integration sei. „Das zeigt, wie gut die Stralsunder Schüler über aktuelles Geschehen informiert sind.“

Positiv überrascht von dem Bürgerdialog war Jennifer Lüdtke (16) vom Hansa-Gymnasium. „Ich habe gedacht, uns erzählt hier jemand was und wir dürfen dann ein bisschen mitdiskutieren“, sagte sie. „Dass wir hier so aktiv werden konnten, war richtig cool.“

Die Bürgerdialoge wurden 2012 von Bundeskanzleramt angeregt und anfangs von der Bertelsmann-Stiftung und den Volkshochschule organisiert. Seit Mai dieses Jahres hat das Kanzleramt die Initiative wieder direkt übernommen und weitere Partner mit ins Boot geholt. Ziel der Diskussionsrunden ist es zu erfahren, was den Menschen im Land wirklich wichtig ist.

In Stralsund fand bereits zum dritten Mal ein Bürgerdialog statt. Sabine Koppe, Leiterin der Kreisvolkshochschule: „Wir haben bewusst junge Menschen dazu eingeladen. Ihre Vorstellungen und Ideen sind es, die unsere Gesellschaft in Zukunft prägen werden.“



Jens-Peter Woldt