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Vorpommern Stralsund Politik SPD-Politikerin aus Merkel-Wahlkreis befürwortet Koalition
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14:47 20.11.2017
Stralsunds Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen (SPD) ist dafür, sich Gesprächen mit der CDU nicht weiter grundsätzlich zu verweigern
Stralsunds Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen (SPD) ist dafür, sich Gesprächen mit der CDU nicht weiter grundsätzlich zu verweigern Quelle: Norbert Fellechner
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Stralsund

Die gescheiterten Jamaika-Verhandlungen haben auch in Vorpommern, im Wahlkreis von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), eingeschlagen wie eine Bombe. Insbesondere in der SPD rumort es. Die Stralsunder Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen hat sich - anders als Parteichef Martin Schulz und die Führungsriege der SPD - dafür ausgesprochen, über Koalitionsgespräche mit der CDU nachzudenken.  „Wir sollten überlegen, ob es nicht klug wäre, darüber zu reden, welche sozialdemokratischen Ziele jetzt umgesetzt werden könnten.“ Die Partei mache es sich zu leicht, wenn sie sich Gesprächen einfach weiter verweigert. „Wir müssen jetzt aufhören parteipolitisch zu denken und uns stattdessen fragen: Was will das Land?“, meint Steffen.

Parteikollege und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann sieht das anders. Am Rande einer Veranstaltung in Lubmin sagte er: „Die SPD wird auf keinen Fall in Sondierungsgespräche gehen. Aber Neuwahlen müssen verhindert werden, wir haben alle eine Verantwortung gegenüber dem Wähler.“ Aus Dahlemanns Sicht betrachtet, bliebe also nur eine Minderheitsregierung der CDU mit FDP oder Grünen.

Alexander Müller

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