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Politik Schulzentrum am Sund soll bis 2022 einen Neubau bekommen
Vorpommern Stralsund Politik Schulzentrum am Sund soll bis 2022 einen Neubau bekommen
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05:33 28.11.2017
Mit dem Neubau endet der jahrelange Pendelverkehr von Schülern und Lehrern zwischen dem Schulzentrum und der Gerhart-Hauptmann-Schule, die vom Schulzentrum als Regionalschule mitgenutzt wird, obwohl sie eigentlich als Grundschule vollständig gebraucht wird. Quelle: Benjamin Fischer
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Stralsund

Wo auf dem Gelände das Gebäude, in dem der Regionalschulteil untergebracht werden soll, entsteht, sei laut Badrow noch nicht abschließend geklärt. Grund ist nach OZ-Informationen, dass die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks, das eventuell für den Bau infrage kommt, noch laufen.

Mit dem Neubau endet der jahrelange Pendelverkehr von Schülern und Lehrern zwischen dem Schulzentrum und der Gerhart-Hauptmann-Schule, die vom Schulzentrum als Regionalschule mitgenutzt wird, obwohl sie eigentlich als Grundschule vollständig gebraucht wird.

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Der Chef des städtischen Schulamtes, Jörn Tuttlies, rechnet vor: „Insgesamt benötigen wir unter anderem 22 allgemeine Unterrichtsräume und acht Fachunterrichtsräume sowie die dazugehörigen Unterrichtsräume.“ Das Raumprogramm umfasse 54 Räume plus eine zusätzliche Mensa. Damit würden Kapazitäten für etwa 1180 Kinder geschaffen. „Bisher unterrichten wir hier 851 Schülerinnen und Schüler“, sagt Tuttlies.

Für die Erweiterung des Schulzentrums am Sund werden gut zwölf Millionen Euro veranschlagt. Die Pläne seien Tuttlies zufolge von der Landesregierung, die einen Teil der Kosten übernimmt, durchgewunken worden.

„Für eine Baumaßnahme diesen Ausmaßes benötigt man natürlich auch Baufreiheit. Daher wird es an diesem Standort keine zusätzlichen Übergangslösungen geben“, kündigt der Sprecher der Stralsunder Stadtverwaltung, Peter Koslik, auf Nachfrage an. Problem: Die Fertigstellung des neuen Schulteils soll erst im Jahr 2022 gefeiert werden, die Schülerzahlen steigen aber bereits jetzt Jahr für Jahr an. „Die Schüler werden je nach Kapazität im Stadtgebiet verteilt“, sagt Koslik.Maßgeblich für die Aufnahme von Schülern sei das Schulgesetz des Landes, „welches trotz Schulwahlfreiheit das Entfernungsprinzip und die Aufnahmekapazität“ als Grenzen festlege. Klartext: In den nächsten Jahren könnte die Freiheit bei der Schulwahl auf Grund der beengten Verhältnisse an den Stralsunder Schulen insgesamt deutlich eingeschränkt werden. Deshalb besteht Handlungsdruck.

Oberbürgermeister Badrow zufolge sollen allein in den nächsten fünf Jahren 37 Millionen Euro in die Schulen in Stralsund investiert werden.

Benjamin Fischer

Stralsund/Altefähr - Ein weites Feld
27.11.2017