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Stralsund Polizei ermittelt nach möglichem Sex-Vorfall auf Weihnachtsmarkt
Vorpommern Stralsund Polizei ermittelt nach möglichem Sex-Vorfall auf Weihnachtsmarkt
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09:23 05.12.2018
Die Polizei in Stralsund ermittelt wegen eines möglichen Sexualdelikts auf dem Weihnachtsmarkt.
Die Polizei in Stralsund ermittelt wegen eines möglichen Sexualdelikts auf dem Weihnachtsmarkt. Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

Die Kriminalpolizei ermittelt nach einem möglichen Sexualdelikt auf dem Stralsunder Weihnachtsmarkt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, soll eine 50 Jahre alte Frau mit einer Bekannten am 30.November auf dem Weihnachtsmarkt zunächst Glühwein getrunken haben.

Die Frau habe sich am nächsten Tag im Helios-Klinikum einem Arzt vorgestellt, weil sie verschiedene Verletzungen und gesundheitliche Beschwerden gehabt habe, die aus ihrer Sicht nicht erklärbar seien. Der Befund des Arztes sowie in dem Behandlungsgespräch festgestellte Erinnerungslücken könnten auf die Einnahme von sogenannten K.o.-Tropfen und ein versuchtes oder vollendetes Sexualdelikt hindeuten, hieß es auf Anfrage bei der Polizei.

Der genaue Ort, an dem sich die Tat ereignet haben könnte, ist laut Polizei aber unklar. Zudem gebe es eine weitere Frau, bei der ähnliche gesundheitliche Probleme diagnostiziert worden seien, die aber keine Verletzungen aufwies, die auf einen sexuellen Übergriff hinweisen könnten.

Der Weihnachtsmarkt der Welterbestadt ist mit seinen Standorten auf dem Alten und dem Neuen Markt der größte in Vorpommern.

Polizeisprecherin Claudia Tupeit sagte, dass nicht auszuschließen sei, dass den Frauen K.o.-Tropfen in den Glühwein geschüttet worden seien, die Ergebnisse einer entsprechenden Blutuntersuchung würden aber noch ausstehen. Die Polizei habe den Vorfall dennoch veröffentlicht, weil in den sozialen Medien bereits von vier Vergewaltigungen auf dem Stralsunder Weihnachtmarkt die Rede gewesen sei. Tupeit: „Dafür liegen uns bisher definitiv keinerlei Anhaltspunkte vor.“

Konkrete Maßnahmen, wie die Stärke des Sicherheitspersonals auf dem Weihnachtsmarkt zu erhöhen, sind bisher nicht geplant. Rathaus-Sprecher Peter Koslik betonte aber, dass der Veranstalter, die Stadtverwaltung und die Polizei in Kontakt stünden, um die Sicherheitslage fortlaufend zu bewerten. Koslik: „Wenn es die Situation erfordert, erfolgen im Hintergrund Abstimmungen zwischen allen Beteiligten.“

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