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Stralsund Prora-Block 5 noch immer nicht verkauft
Vorpommern Stralsund Prora-Block 5 noch immer nicht verkauft
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15:16 26.12.2018
Der Block 5 ist der letzte Teil der 1936 von den Nationalsozialisten als „Seebad der 20 000“ geplanten Anlage, der noch in öffentlicher Hand ist. Quelle: Stefan Sauer
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Prora/Stralsund

Der Block 5 in der NS-Hinterlassenschaft Prora ist noch immer nicht verkauft. Drei Monate nachdem der Kreistag grünes Licht für die Privatisierung des letzten Blockes gegeben hatte, ist der Kaufvertrag noch nicht rechtskräftig beim Notar unterzeichnet, wie Landrat Stefan Kerth (SPD) bestätigte. Hintergrund ist eine nachträgliche Änderung des Erbbaurechtsänderungsvertrages mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). Erst in der letzten Woche vor Weihnachten wurde dieser modifizierte Erbbauvertrag unterzeichnet –Voraussetzung dafür, dass Landkreis und Investor nun den Kaufvertrag besiegeln können. Der Kreis hofft, dass im Januar der entscheidende Notartermin angesetzt werden kann.

Der Block 5 ist der letzte Teil der 1936 von den Nationalsozialisten als „Seebad der 20 000“ geplanten Anlage, der noch in öffentlicher Hand ist. Der Kreis sah sich in den vergangenen Jahren mit der Sanierung überfordert und schob den Verkauf an einen Privatinvestor an. Doch der Deal ist kompliziert: Ein Teil der zum Verkauf angebotenen Flächen hatte der Kreis mit dem Bau der 2011 eröffneten Jugendherberge langfristig an das DJH in Erbpacht vergeben. Zunächst musste für den Verkauf des unsanierten Gebäudeteils nun das Dreierverhältnis rechtssicher geklärt werden.

Der Investor sollte – so sah es der ursprüngliche Erbbaurechtsänderungsvertrag vor – als rechtliche Bauverpflichtungen ein Kleinspielfeld sowie ein Sanitärgebäude für die Jugendherberge im Block 5 errichten. Nun wurde der Vertrag auf Wunsch des Investors angepasst und notariell bestätigt, hieß es aus der Kreisverwaltung. Das Geld für die Baumaßnahmen – dem Vernehmen nach etwas mehr als eine Million Euro – zahlt der Investor nun direkt an das DJH, das das Gelände dann in Eigenregie herrichtet.

Bei dem Privatinvestor soll es sich nach OZ-Informationen um die Bauart GmbH handeln, die bereits den Block 4 saniert hat. Die hüllt sich aber bislang in Schweigen. Auch der Landkreis macht keine Angaben zu Käufer und Kaufpreis, um den Deal nicht in letzter Minute zu gefährden. Es gehe um schützenswerte Interessen des Investors, sagte Kreissprecher Olaf Manzke. Er stellte in Aussicht, dass sich Kreis und Käufer nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages äußern werden.

Mit dem Verkauf an die Projektgruppe wäre der Weg für den Bau von Wohnungen in dem unsanierten Gebäudeteil frei. Im Mittelteil des 450 Meter langen Kolosses entsteht ein Bildungs- und Dokumentationszentrum. Der Kreis hatte sich im November durchgerungen, die Trägerschaft für die Sanierung der sogenannten Liegehalle zu übernehmen und als Fördermittelempfänger zu fungieren. Bund und Land wollen insgesamt 6,8 Millionen Euro für den Umbau geben. Wichtig sei dem Kreis, dass er von Risiken und möglichen Verlusten in der Betriebsphase freigestellt werde, sagte Kerth.

Martina Rathke

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