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Stralsund Prüfung für künftige Gastronomen
Vorpommern Stralsund Prüfung für künftige Gastronomen
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07:40 22.01.2015
Valentin Braschke  und Stefanie Frank aus Binz konnten  mit ihrer Menü-Zusammenstellung  punkten.
Valentin Braschke  und Stefanie Frank aus Binz konnten  mit ihrer Menü-Zusammenstellung  punkten. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Stralsund

18 künftige Köche und Restaurantfachleute aus der Region haben sich an den beiden vergangenen Tagen im Haus der Wirtschaft in Stralsund der praktischen Prüfung gestellt. Ein Kochanwärter muss sich erneut der Prüfung stellen.

Unter den achtsamen Augen der dreiköpfigen Prüfungskommission servierte auch Jenny Wischkony aus Born den Gästen ein Drei-Gänge-Menü, das die angehenden Köche in den letzten Stunden zusammengestellt hatten.

„Ich versuche die Nervosität zu überspielen, das habe ich mittlerweile gelernt“, erklärte die 25-Jährige. „Da ist die Prüfung genauso Alltag wie der übliche Stress in der Gastronomie“, betonte sie.

Doch jede Kleinigkeit wurde von den Prüfern Torsten Laupichler, Kirsten Augustynek und Dürten Möller registriert. Sind Besteck und Gläser richtig angeordnet? Wird die Sektflasche auch ohne Plopp geöffnet?

Lange hat Jenny Wischkony auf diesen Tag hin gearbeitet. Nachdem sie im letzten Jahr Mutter geworden war, lag die Berufsausbildung vorerst auf Eis. Doch dann machte sie weiter.  Nach der bestandenen Prüfung hat sie noch in dieser Woche ein Vorstellungsgespräch.

Giovanni Di Girolamo hat sich sogar vorzeitig, nach zweieinhalb statt drei Jahren Ausbildung in der Binz-Therme, erfolgreich seiner Prüfung gestellt. „Auch wenn ich mit dem Tischeindecken und Cocktailmixen nicht so ganz zufrieden war, hat am Gast alles wunderbar geklappt“, schätzte der 18-Jährige seine Leistung ein.

Sein Weg wird ihn erstmal wieder in seine Heimat Wolfsburg führen, bevor er Berufserfahrungen in der Schweiz oder in Australien sammeln möchte.

Während die Restaurantfach-Prüflinge am Tisch des Gastes Ruhe ausstrahlten, herrschte in der Küche Hektik. Die jungen Frauen und Männer konzentrierten sich auf den richtigen Garpunkt ihres Schweinefilets, das als Hauptgericht vorgegeben war.

„Das Fleisch hätte wohl etwas besser sein können, dafür ist mir das Dessert gut gelungen“, bangte der 22-jährige Kevin Schröter, nachdem sein Werk die Küche verlassen hatte und nun auf die Verkostung der Prüfer wartete.



Jens-Peter Woldt