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Stralsund Von Richtenberg nach Müggenhall nun auch per Rad
Vorpommern Stralsund Von Richtenberg nach Müggenhall nun auch per Rad
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13:24 21.12.2018
Der Radweg zwischen Richtenberg und Müggenhall wurde am Donnerstagmorgen übergeben. Verkehrsminister Christian Pegel, Richtenbergs Vize-Bürgermeister Raimond Machotta und der Franzburger Amtsvorsteher Peter Fürst (v.l.) zerschneiden das Band. Quelle: Ines Sommer
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Müggenhall

Von Richtenberg über den Müggenhaller Kreisel bis nach Franzburg – diese Strecke kann man seit gestern nun auch mit dem Fahrrad zurücklegen. Und das ist nicht nur eine gute Nachricht für Touristen, die um den Richtenberger See touren, sondern auch für Einheimische, die zwischen beiden Kleinstädten pendeln, um einzukaufen. Knapp 400 000 Euro investierte das Land hier mit Hilfe der EU, um die knapp einen Kilometer lange Lücke an der Landesstraße zu schließen.

Vor fünf Monaten hatten die Bauarbeiten an der viel befahrenen Straße begonnen. Ampeln regelten den Verkehr, aber das sei alles gut gelaufen, bestätigten der Franzburger Amtsvorsteher Peter Fürst und der Richtenberger Vize-Bürgermeister Reimond Machotta. Das hörte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) natürlich gern und ließ es sich kurz nach zehn Uhr nicht nehmen, das über den Asphaltweg gespannte Einweihungsband zu zerschneiden.

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Ob Plus für Infrastruktur oder Tourismus –mit dem Bau des Radweges war das Straßenbauamt einer vom Kreis festgelegten Prioritätenliste gefolgt. „Wir geben zwar das Geld, lassen aber die Entscheidung gern auf Kreisebene, weil man hier am besten entscheiden kann, was am wichtigsten ist“, sagte Christian Pegel. Und noch ein Grund habe die Maßnahme beschleunigt: Fast 4000 Fahrzeuge passieren täglich diese Strecke. „An Bundesstraßen soll möglichst ab 2500 Autos ein Radweg gebaut werden, da sind wir hier an einer Landesstraße schon voll drüber und erfüllen das Relevanz-Kriterium.“

Einer Studie zufolge wurden in diesem Bereich nämlich 3891 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden gezählt –darunter immerhin 320 Laster oder Schwerlasttransporte. Das Verkehrsaufkommen resultiert vor allem aus der Tatsache, dass hier der Verkehr von der B 194 von Stralsund ab Steinhagen in Richtung Autobahn A20 nach Tribsees geführt wird. Zudem hat der Kreisel bei Müggenhall eine wichtige Verteilungsfunktion: Einerseits fließt der Verkehr von Rügen über Stralsund auf der L 192, ebenso geht es über die L 22 bis Marlow, Ribnitz-Damgarten und weiter zur Bundesstraße 105. Der ländliche Verkehr nach Velgast über die L 212 und nach Franzburg über die L 222 muss ebenfalls über den Knotenpunkt Müggenhall rollen.

Gedankt wurde am Donnerstagmorgen auch allen Grundstückseigentümern, die entlang der Trasse von Richtenberg bis zum Kreisverkehr in Müggenhall einen Teil für den Bau des Radweges verkauften. Nur einer stellte sich quer, was das Ingenieurbüro Umweltplan vor Herausforderungen stellte. Der Radweg bekam schließlich an einer Stelle eine Brückenvariante. Mit Betonwinkeln wurde die Radlerpiste so auf engstem Raum zu einem stabilen Bauwerk. Und weil man auf diese Winkelteile warten musste, zog sich die Eröffnung noch etwas hin. Die Bauleute von der Tief- und Verkehrsbau GmbH wären sonst viel früher fertig gewesen.

Fast 4000 Autos pro Tag

390 000 Euro wurden in den neuen Radweg an der L 192 zwischen Müggenhall und dem Ortseingang Richtenberg investiert. Hier fließen vor allem Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Der Radweg ist 954 Meter lang und 2,50 Meter breit.

3891 Kraftfahrzeuge sind innerhalb von 24 Stunden gezählt worden, darunter 320 Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs.

Ines Sommer

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