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Stralsund Eine Stadt, eine Insel, ein Becher
Vorpommern Stralsund Eine Stadt, eine Insel, ein Becher
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11:00 06.06.2019
Hallo Stralsund Rügen heißt die neue Städte-Edition der Re Cup-Becher, die am Mittwoch offiziell präsentiert wurde. Florian Pachaly, Geschäftsführer der reCup GmbH, Stefan Kerth, Landrat Vorpommern-Rügen, Alexander Badrow, Oberbürgermeister Stralsund und Mana Peter, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen. (v.l.)
Hallo Stralsund Rügen heißt die neue Städte-Edition der Re Cup-Becher, die am Mittwoch offiziell präsentiert wurde. Florian Pachaly, Geschäftsführer der reCup GmbH, Stefan Kerth, Landrat Vorpommern-Rügen, Alexander Badrow, Oberbürgermeister Stralsund und Mana Peter, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen. (v.l.) Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Ein Becher schlägt Brücken: Die Regionaledition „Hallo Stralsund Rügen“ der sogenannten „ReCups“ ist gestern offiziell vorgestellt worden. Auf den besonderen Mehrwegbechern prangen nun Sehenswürdigkeiten aus der Hansestadt und von der Insel Rügen.

Auf der Insel Rügen und in Stralsund gibt es mittlerweile insgesamt 33 Ausgabestellen, an denen man seinen Becher tauschen oder abgeben kann. Deutschlandweit sind es 2700. „ReCup“ ist ein System, das die massenhafte Nutzung von Einwegbechern minimieren soll. Wer seinen Kaffee gern außer Haus genießen möchte, nimmt sich einen Mehrwegbecher (Recup) für einen Euro Pfand mit. Dieser kann dann bei jedem teilnehmenden „ReCup“-Partner wieder eingetauscht oder abgegeben werden – deutschlandweit.

In der Hansestadt machte im vergangenen Jahr das Café Monopol den Anfang und nutzt seitdem ausschließlich die Mehrwegbecher. Mittlerweile sind weitere Gastronomen in Stralsund dazu gekommen. „Die Becher werden von unseren Kunden gut angenommen“, sagte René Küther, der die Backfactory in Stralsund leitet. „Am Anfang gab es viel Erklärungsbedarf, aber mittlerweile ist es für viele eine Selbstverständlichkeit.“

Florian Pachaly, der vor zwei Jahren das Unternehmen „ReCup“ gründete, erzählte bei der gestrigen Regionaledition-Präsentation, dass er niemals gedacht hätte, „so eine Welle loszutreten“. Sein Ziel sei es gewesen, den Pfandgedanken auf das Bechertrinken zu übertragen. „Es ist klar, dass man einen Trend wie Coffee to go nicht umdrehen kann, aber man kann ihn nachhaltig gestalten.“

Der Mehrwegbecher hat viele Vorteile, erklärt Florian Pachaly. Er besteht aus Polypropylen, ist bruchsicher und überstehe mindestens 500 Reinigungen in der Spülmaschine. „Hat er sein Lebensalter erreicht, werde er zu 100 Prozent recycelt. Es wird also nicht nur unnötiger Müll vermieden, sondern es können auch Entsorgungskosten gespart werden“, erklärt der 23-Jährige weiter.

Knut Schäfer, Vorsitzender des Tourismusverbandes, erklärte, dass es im Landkreis Vorpommern-Rügen ein Muss sei, ein größeres Umweltbewusstsein bei den Einheimischen, aber auch den Touristen zu schaffen. Sich für „ReCup“ stark zu machen und das zu unterstützen, sei deshalb Teil des Projektes „Weniger fürs Meer“, bei dem sich die Insel Rügen und Stralsund gemeinsam mit Partnern unter anderem für Vermeidung von Einwegplastik einsetzen. Auch bei der Gestaltung des Bechers und der Auswahl der Motive haben die Partner zusammengearbeitet.

Mittlerweile gebe es 30 Stadt- oder Regionaleditionen in Deutschland, verriet Florian Pachaly. Das mache auch deutlich, dass es nicht nur eine Insellösung ist, sondern eine deutschlandweite Aktion. „Die Becher mit den unterschiedlichsten Motiven reisen jetzt durchs ganze Land.“

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) ergänzte, dass sich die Stadt auch weiterhin für Umweltschutz einsetzen werde, wie sie es auch in den vergangenen Jahren getan habe. „Klar, Stralsund rettet zwar nicht die Welt, aber irgendwo muss man anfangen“, sagte Badrow.

Miriam Weber

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