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Stralsund Bernsteinweizen vom Sund schlägt Bayernbier
Vorpommern Stralsund Bernsteinweizen vom Sund schlägt Bayernbier
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15:45 28.12.2018
Blick auf das neue, noch im Bau befindliche Hochregallager, das im Jahr 2019 seiner Bestimmung übergeben werden soll. Quelle: FOTOS (3): CHRISTIAN RÖDEL
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Stralsund

Insgesamt 248 000 Hektoliter Bier hat die Störtebeker Braumanufaktur in den letzten 12 Monaten abgesetzt. „Für uns ist das im Vergleich mit den 200 000 Hektolitern von 2017 ein deutlicher Sprung nach vorne“, sagt Karsten Triebe. Der Marketingchef der Stralsunder Brauerei legt dabei Wert auf die Feststellung: „Im Mittelpunkt steht für uns nicht alleine die Mengensteigerung, sondern, die Qualität unserer Biere weiter auszubauen.“

Bei Störtebeker heißt die Strategie dazu: organisch wachsen, vom Markt gezogen. Zwar wird der heiße Sommer 2018 durchaus die Nachfrage hochgehalten haben, doch für Triebe zählen alleine die Erfolgsfaktoren des Unternehmens, wie eine große Innovationsfreude der Mitarbeiter und richtige Entscheidungen für die daraus resultierenden Neuentwicklungen zu treffen. „Mit unseren alkoholfreien Bieren haben wir auf das richtige Pferd gesetzt“, sagt Triebe und verweist darauf, dass mittlerweile jede 10. verkaufte Störtebeker Brauspezialität alkoholfrei ist – vom Bernsteinweizen über das Frei-Bier bis hin zum neu entwickelten Atlantik Ale. Für Letzteres bedeutete die Markteinführung im Super-Sommer dieses Jahres eine Punktlandung.

National ist die Braumanufaktur gut aufgestellt. Während im Biermarkt deutschlandweit für dieses Jahr mit einem kleinen Plus von etwa einem Prozent Zuwachs gerechnet wird, verzeichnen die Stralsunder Brauer nach eigenen Angaben zweistellige Zuwachsraten. So ist das Atlantik-Ale zur drittbeliebtesten Brauspezialität nach Pilsener-Bier und Bernstein-Weizen aufgestiegen. Das Weizenbier behauptete wie schon in den Vorjahren seine Marktführerschaft an der Ostseeküste. „Damit steht seit Jahren kein bayerisches Weißbier mehr in unserem Bundesland an der Spitze“, sagt Triebe nicht ohne Stolz.

Die Braumanufaktur-Lehrlinge Steve Jeske, Ivonne Horn und Steven Radke (v.l.) präsentieren die Bier-Bestseller des Jahres 2018, zu denen die beiden Atlantik-Ale-Sorten (mit und ohne Alkohol) sowie Eisbock-Biere gehören. Quelle: CHRISTIAN RÖDEL

Um die Erfolge zu festigen und auszubauen wird angebaut. Mit einer neuen Abfüll-, Verpackungs- und Logistikhalle etwa. Besonders sichtbares Zeichen ist dafür das Hochregallager, das an der Greifswalder Chaussee 30 Meter hoch in den Himmel wächst. Es wird nach Fertigstellung Bierkästen bis unters Dach aufnehmen. „Das Handling von 26 verschiedenen Bieren in kleinen und großen Flaschen in verschiedenen Abpackungen erfordert eine intelligente Logistik“, sagt der Marketingchef. Ohne Computer und ausgefeilte IT-Lösungen kommt dann auch eine Manufaktur nicht mehr aus. Laut Triebe besteht das Ziel dieser Entwicklung darin, das System soweit auszubauen, dass die Verfolgbarkeit der Produktionskette von der Braugerste des Landwirts bis zum fertigen Bier gewährleistet wird. Vor allem in Sachen Bio-Bier ist das für den Marketingchef ein weiterer Meilenstein in Sachen Qualitätssicherung. „Dazu gehen wir mit den Bio-Bauern im Land ein gemeinsames Projekt an“, so Triebe. Störtebeker ist aktuell der zweitgrößte Bio-Brauer zwischen den Alpen und der Küste. Mit neun Bieren gehört die Hälfte des Sortiments in das Bio-Segment.

Viel Zukunftsträchtiges sieht er auch im sich entwickelnden Craft-Beer-Markt. „Dieser trägt dazu bei, die Wahrnehmung der Konsumenten zu ändern, hin zu Bieren, die mit besonderen Rohstoffen zu einem neuen Geschmackserlebnis führen.“ Die Braumanufaktur ist in diesem Sortiment mit dem Atlantik Ale und den Eisbockbieren bereits gut aufgestellt, sondern unterstützt auch die besonders kreativen Bierfreunde in diesem Segment. So wurden in diesem Jahr bereits die 2. deutschen Meisterschaften der Hobby-Brauer an der Greifswalder Chaussee ausgetragen, zu der 120 Aktive antraten. Mit seinem Wittbier, einem Weizenbier nach belgischer Brauart setzte sich der Niedersachse Markus Krenkler durch. Von diesem besonderen Bier können sich die Gerstensaftfreunde bald deutschlandweit überzeugen. Zum ersten Preis gehört auch, dass dieses Bier von der Störtebeker Braumanufaktur nicht nur gebraut, sondern ein Jahr lang national vermarktet wird.  

Jörg Mattern

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