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Stralsund Restaurant „Fischermann’s“ in Stralsund: So wird das Aus im Netz kommentiert
Vorpommern Stralsund Restaurant „Fischermann’s“ in Stralsund: So wird das Aus im Netz kommentiert
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19:16 23.10.2019
Das Foto zeigt das Restaurant Fischermanns auf der Stralsunder Hafeninsel. Quelle: ©Maik Bleidorn
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Stralsund

Die nahende Schließung des Restaurants „Fischermann’s“ auf der Stralsunder Hafeninsel bewegt viele Leser. Auf dem sozialen Netzwerk Facebook meldeten sich seit Veröffentlichung mehr als Hundert Kommentatoren zu Wort. Viele von Ihnen verbinden mit dem von Grit Bormann geleiteten Haus gute Erinnerungen, was den gastronomischen Service betrifft oder auch viele der Veranstaltungen in den letzten 20 Jahren. Doch die Chefin musste laut eigener Aussage ein Angebot der Stadt über eine Pachtverlängerung ablehnen.

Ü-40-Party, Tour d’ Allée, Kabarett, Musiknacht, Fasching oder Choco Club

„Schade für Stralsund!“

Das sagen die OZ-Leser zum „Fischermann’s“-Aus. „Sehr, sehr schade“, schreibt Ellen Röscher. „Dann fehlt jetzt wieder für die Ü-40-Generation eine Tanzmöglichkeit“, schreibt Jana Jahnke. Kurt Kuhn ging dort offenbar gern essen. Er schreibt: „Da haben wir sehr gut gegessen. Und in der Disco vor Jahren viel Spaß gehabt. Nun haben auch hier die Gierigen zugeschlagen. Schade für Stralsund.“ Tini Fini lakonisch: „Guck an. Auch für dieses Lokal ist die Sanduhr abgelaufen.“ Und Netti Ja kommentiert: „Was soll man dazu sagen. Ohne Worte. Nicht nur, dass unsere Jugend schon kaum noch was in Stralsund hat, nein, nun können die Ü-40-Leute auch nicht mehr weggehen. Traurig, dass die Hansestadt da keine gemeinsame Lösung finden kann. Wie wäre es mit einem Seniorenheim? Das bringt Geld. Alles andere ist doch egal. Aber dann rumheulen, wenn die jungen Leute der Stadt den Rücken kehren.“

„#hansestadtstralabgrund“: Sorgen um Entwicklung der Hansestadt

Sorgen um die Stadt macht sich auch Annika Meyer. Sie schreibt: „Was soll eigentlich aus der Stadt hier noch werden? Ich lese nur noch, dass überall alles dicht macht!“ Steffen Fulde ist sogar besorgt um die Chefin und ihre Angestellten. „Da wird einfach entschieden, einer Unternehmerin die Existenz zu nehmen. Und eine Anzahl von neuen Arbeitslosen wird in Kauf genommen. Frechheit.“ Auch Evelin Behnke hat Mitleid: „Ich kann da mitfühlen, habe auch gerade durch Schließung eines Hotels, weil der Pachtvertrag nach 20 Jahren ausgelaufen ist, meinen Job verloren. Uns bleibt nun nur der Gang zum Arbeitsamt.“ Auch Sebastian Kempin beschäftigt die Entwicklung in seiner Heimat. Er kommentiert sarkastisch: „Hansestadt Pfegesund! Ganz schön traurig, aber auch pure Erbärmlichkeit einer Kleinstadt, die Gastronomen, die Jahre lang Miete zahlen und Stralsunder Bürgern Arbeit und Location bieten, jetzt Zwei-Jahres-Verträge anzubieten. So traurig. Dabei bin ich immer stolz auf meine Heimatstadt, doch leider wird diese bald nur noch sehr leise und trist sein. Stralsund! Mach mal was, aber nicht nur Senioren-Kuscheln. #hansestadtstralabgrund“

„Dem Restaurant fehlt eine Neuauflage!“

Olaf Krause hinterfragt, warum Bormann den Zwei-Jahres-Vertrag nicht angenommen hat. „Warum nimmt sie die zwei Jahre nicht an? Weil sie investieren muss? Das wäre dort schon vor einigen Jahren nötig gewesen. Ich freue mich, wenn die Ecke dort erneuert wird. Dann kommt auch sicher wieder was dahin.“ Einen ganz ähnlichen Ton schlägt Anke Brinkmann an: „Ich werde es nicht vermissen. War vor langer Zeit dort essen, es war das erste und das letzte Mal. Das Essen kam nach langem Warten kalt am Tisch an und als ich zur Toilette musste, war mir klar, hier gehe ich nie wieder hin.“ Auf eine Modernisierung hofft auch Birkhild Schönleiter: „Dem Restaurant fehlt eine Neuauflage! Da sollte schon ein Konzept vorliegen, was relevant ist.“

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Von OZ

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