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Stralsund Stralsunder gehen auf Tuchfühlung mit Robert Habeck
Vorpommern Stralsund Stralsunder gehen auf Tuchfühlung mit Robert Habeck
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18:09 20.05.2019
Bundeschef der Grünen, Robert Habeck, im Gespräch mit Fischer Steffen Schnorrenberg von der Insel Hiddensee, Mathias Schilling vom Verein Hiddenseer Kutterfischer und Jürgen Suhr, Vorsitzender des Kreisverbandes der Grünen (v.r.) Quelle: Miriam Weber
Stralsund

Auf Stippvisite am Sund: Bei seinem Besuch in der Hansestadt hat sich der Bundeschef der Grünen, Robert Habeck, im Gespräch mit Fischern der Insel Hiddensee für eine qualifizierte Fangquote bei der Fischerei ausgesprochen. Das bedeute, dass es einen verhältnismäßigen Quotenpool geben müsse für die handwerkliche Fischerei einerseits und die industrielle Fischerei andererseits.

Fischer Steffen Schnorrenberg erklärte das Dilemma: „Ich darf sechs Tonnen Dorsch im Jahr fangen. Ich war im Januar einmal fischen und habe vier Tonnen Dorsch mitgebracht. Das heißt, dass ich die Quote mit einer Fahrt fast abgefischt habe, aber das reicht natürlich nicht zum Überleben.“ Erschwerend komme hinzu, dass geplant sei, die Fanggebiete im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft rund um Hiddensee weiter einzugrenzen. An dieser Stelle konnte der Bundespolitiker jedoch nur den Rat geben, das Gespräch mit Landespolitikern und Naturschutzorganisationen zu suchen. „Es gibt viel zu wenig Dialog“, schätzte auch Mathias Schilling, Initiator des Vereins „Hiddenseer Kutterfisch“, ein. Auch Steffen Schnorrenberg ergänzte: „Wir müssen aufeinander zugehen, denn gerade wir Fischer leben zwar von, aber eben auch mit der Natur.“

Sowohl Mathias Schilling als auch Steffen Schnorrenberg haben das Gespräch mit dem Bundespolitiker als „angenehm und konstruktiv“ empfunden. „Dadurch, dass er in Schleswig-Holstein Fischereiminister war, steckt er in der Materie“, sagte Mathias Schilling. „Und dort ist viel Konstruktives passiert, das wünschen wir uns auch für unsere Region.“

Nahbar und sympathisch, so erlebten Robert Habeck wenig später etwa 250 Interessierte bei einer Veranstaltung vor dem Grünen Büro. Dort stand er unter dem Motto „Im Gespräch mit Robert Habeck“ Rede und Antwort. Erfrischend selbstkritisch und mit Humor im Zusammenspiel mit dem Vorsitzenden des Kreisverbandes der Grünen, Jürgen Suhr, nahm er sich Zeit für seine Antworten auf Fragen aus dem Publikum.

So wurden unter anderem die unzähligen Windräder thematisiert, die Robert Habeck insofern verteidigte, dass sie zwar nicht besonders schön seien, er weitere Windräder „in Maßen“ jedoch befürworten würde. „Wenn wir sie mal nicht mehr brauchen sollten, können sie zurückgebaut werden, ohne dass nachhaltige Schäden oder Folgen für die Umwelt dabei entstehen. Das kann man von Atomenergie nicht behaupten“, erklärte Habeck, der zur Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe gehörte.

Auch zum aktuellen Thema der Fridays For Future-Demonstrationen nahm Habeck Stellung. „Wenn diesen Schülern gesagt wird, sie sollten besser in die Schule gehen, um zu lernen, kann ich nur erwidern, dass sie auf der Straße sind, eben weil sie viel gelernt haben. Weil sie offensichtlich die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge besser verstanden haben als mancher Politiker und weil sie verstanden haben, wie Demokratie funktioniert.“ Er halte die FFF-Kinder für ein großes Vorbild.

Miriam Weber

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