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Stralsund Stralsunder spielt in größter Rockband der Welt
Vorpommern Stralsund Stralsunder spielt in größter Rockband der Welt
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11:12 29.06.2019
Der Stralsunder Marco Blasic – hier im Musikhaus Sitte – ist Gitarrist in der größten Rockband der Welt. Quelle: Kai Lachmann
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Stralsund

Es ist wohl der Traum eines jeden Rockmusikers: einmal mit der größten Rockband der Welt ein Konzert spielen. Für den Stralsunder Musiklehrer Marko Blasi geht er bald in Erfüllung. Er darf Melodiegitarre spielen. Aber welche ist die größte Rockband? AC/DC? Rolling Stones? Metallica? Weder noch: Es ist die Band Rocking 1000 – zumindest zahlenmäßig ist sie mit Abstand die größte weltweit. Denn wie der Name schon andeutet, besteht sie aus 1000 Musikern. „Wir werden am 7. Juli die Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main rocken“, blickt Blasi voraus.

Gänsehaut-Video mit fast 50 Millionen Aufrufen

Wie kam es dazu? „Vor mehreren Jahren war ich in Italien und habe in der Zeitung von dem Projekt gelesen“, erzählt der Stralsunder Gitarrist. Ein Fan der Rockgruppe Foo Fighters, Fabio Zaffagnini, wollte, dass seine Lieblingsband in seiner Stadt Cesena ein Konzert gibt. Um die Aufmerksamkeit der Amis zu erregen und sie einzuladen, trommelte Zaffagnini 1000 Musiker zusammen. Hunderte Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und Sänger spielten auf einem Feld das Foo-Fighters-Lied „Learn to fly“. Das Gänsehaut-Video wurde schnell zum Klick-Hit mit mittlerweile fast 50 Millionen Aufrufen. Die Amerikaner kamen tatsächlich. Zaffagnini war überglücklich.

Doch die 1000-köpfige Band sollte weiterleben. Ein ganzes Konzert wurde geplant. „Dafür habe ich mich beworben“, sagt der Stralsunder und wurde erstmal vertröstet, weil schon genug mitmachten. 15 000 Fans wollten die Riesenband sehen. „Man sagte mir damals aber, dass man auch nach Deutschland kommen werde und sich dann melden wollte.“ Drei Jahre vergingen, bis nun eine E-Mail mit der frohen Botschaft in Blasis Posteingang landete.

„Smoke on the water“ und „Seven Nation Army

Der Plan: Im Frankfurter Stadion werden rund 350 Rhythmus- und Melodiegitarristen, 250 Sänger, 200 Schlagzeuger und diverse Bläser, Geigenspieler, Cellisten sowie Keyboarder Rock-Klassiker wie „Highway to hell“, „Smoke on the water“ und „Seven Nation Army“ schmettern. „35 Titel müssen wir einstudieren, 18 davon werden gespielt“, sagt Blasi. Auch Stücke deutscher Musiker sollen dabei sein. Ob von Jan Delay, Westernhagen oder den Toten Hosen ist noch nicht entschieden.

Zwei Tage vorher wird gemeinsam geprobt. Ein Dirigent steht auf einem Gerüst in der Stadionmitte und um ihn herum gruppieren sich die Musiker, die unter anderem aus China, Belgien, Kanada, Frankreich, Thailand und den USA auf eigene Kosten anreisen.

Fender Mustang mit fettem Sound

Das wird ein einmaliges Erlebnis, oder? „Wer einmal in der Band ist, bleibt in der Band“, sagt der Stralsunder. Und so kann es sein, dass Blasi im nächsten Jahr vielleicht für ein solches Mammut-Konzert in einen anderen Teil der Welt verreist. Spielen wird er natürlich mit seiner Lieblingsgitarre: „In meine Fender Mustang habe ich mir extra Tonabnehmer eingebaut – damit es fetter klingt“, erklärt er.

In Stralsund hat er sich übrigens nicht nur als Gitarren- und Akkordeonlehrer einen Namen gemacht. „Ich habe auch meine eigene Band Cento. Wir spielen Flamenco und Latin Jazz“, berichtet er. Zuvor war er bei der Band Krokant aktiv. Mit der rockte er auch schon mal vor 2000 Leuten. „Aber uns wurde das dann mit den Konzerten zu aufwendig und wir haben uns aufgelöst.“

Seinen bisher größten Auftritt hatte er auf dem Stadtfest in Meißen in Sachsen. „Da haben wir Mittelalterrock gespielt vor 10 000 Leuten.“ Im Frankfurter Stadion werden es wohl 40 000 Zuschauer werden. „Das wird eine große Herausforderung“, sagt Marco Blasi. Und obwohl er schon seit einem halben Jahrhundert Gitarre spielt, heißt es für ihn deshalb jetzt: üben, üben, üben!

Kai Lachmann

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