Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Rüganer hoffen auf eine eigene Biersorte
Vorpommern Stralsund Rüganer hoffen auf eine eigene Biersorte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 06.02.2014
Bier-Sommelier Markus Berberich mit einigen seiner Bier-Kreationen. Bei den Brau-Weltmeisterschaften 2011 wurde er Dritter. Quelle: Archiv
Anzeige
Rambin

„Wenn ein Urlauber ein spezielles Bier sucht, wird er es künftig in Rambin finden“, verspricht Braumeister Markus Berberich. Der einstige Geschäftsführer der Stralsunder Brauerei will in dem kleinen Dorf ab 2015 edle Sorten herstellen, die zu den besten Bieren der Welt gehören. „Vorher hat das in dieser Form noch keiner probiert“, sagt Berberich. „Ich gehe da mit totalem Enthusiasmus ran und mache mein Hobby zum Beruf.“ Obwohl dem Fachmann das Brauen Freude bereite, möchte er davon auch leben. „Ich habe es durchgerechnet“, sagt er. „Ich kriege es wirtschaftlich hin, meinen Brauertraum zu leben.“

Begeistert vom Konzept des Braumeisters ist der Rambiner Bürgermeister Christian Thiede (FDP). „Große Brautradition gibt es bei uns nicht“, sagt er. „Damit könnte man aber anfangen. Ich freue mich jedenfalls auf die Brauerei. Sie macht den Ort für Touristen attraktiver. Und eine Rambiner Biersorte wäre schon klasse.“

Laut Marco von Kessel könnte die Kunstbrauerei langfristig sehr gewinnbringend für Rambin sein. „Ist die B 96 n erst fertig, droht das Dorf vom Urlaubsverkehr abgeschnitten zu werden“, sagt er.

Daher strebe der Geschäftsführer der „Pommernkate“ eine Kooperation mit Berberich an. „Wir werden oft angesprochen, was wir machen, um den drohenden Urlauberverlust zu kompensieren“, sagt von Kessel.

„Eine Maßnahme könnte die Ansiedlung der Brauerei sein.“

Ähnlich positioniert sich der Stralsunder Immobilienkaufmann Stefan ter Smitten, der in Kasselvitz-Ausbau eine Reitanlage betreibt. „Sind wir durch die Bundesstraße erst abgenabelt, punktet unsere Region mit anderen Qualitäten“, sagt er. „Wir sind viel dörflicher. Eine Brauerei wäre ein zusätzlicher Anziehungspunkt für Touristen.“ Ter Smitten mahnt aber an, dass man in der ländlichen Region ein wirklich gutes Konzept brauche. „Es gibt sehr viele Biere“, sagt er. „Da muss das Produkt überzeugend sein. Es muss sich von selbst verkaufen.“

Auch wenn viele Einwohner eine Rambiner Biersorte gut fänden, wird es dazu vermutlich nicht gleich kommen. „Wir gehen erst einmal auf das Thema Braukunst“, sagt Berberich. „Ein regionales Bier im herkömmlichen Sinn wird es nicht geben. Rambin ist für den internationalen Markt noch zu unbekannt.“ Trotzdem wäre der Braukünstler nicht abgeneigt, der neuen Heimat seiner Kunstbrauerei eine Biersorte zu spendieren.

„Als Braumeister bin ich offen für gute Dinge“, sagt er. „Weltweit kennen sich alle Braumeister. Bei uns werden sie zusammenkommen. Da probieren wir oft neue Rezepturen aus. Bestimmt fällt auch mal eine neue Sorte ab. Diese müsste ganz speziell sein und bräuchte ein Alleinstellungsmerkmal.“

Biersommelier Berberich
2011 wurde Markus Berberich als Diplom-Biersommelier Dritter der Bier-Sommelier-Weltmeisterschaften.
1996 beendete er als Diplom-Braumeister sein Studium in München und heuerte bei der Stralsunder Störtebeker Braumanufaktur an. Er begleitete das Unternehmen von einer Lokalbrauerei zur überregionalen Spezialitätenbrauerei. Von 2004 bis 2012 war er Geschäftsführer.
2010 wurde er mit seinem Team „Beste Brauerei“ beim Internationalen Bierwettbewerb „European Beer Star“ und gewann den „World Beer Cup“ in Chicago.



Kay Steinke

Im Meeresmuseum stehen die Gäste derzeit vor verschlossenen Türen, falls sie Lust haben, während oder nach einem Museumsbummel noch ins Bistro vor dem Schilkrötenbecken einzukehren.

06.02.2014

Der Fachschaftsrat Wirtschaft der Fachhochschule hat 190 Euro für die Tiernotaufnahme der Hansestadt in Andershof Ausbau gespendet.

06.02.2014

Fachhochschule setzt auf das Erasmus-Programm und Vollzeit-Studenten von jenseits der Grenze.

06.02.2014