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Stralsund Salzmuseum will Neugier auf Heimat wecken
Vorpommern Stralsund Salzmuseum will Neugier auf Heimat wecken
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07:00 19.10.2018
Das Salzmuseum befindet sich seit 1971 im ehemaligen Amtshaus der Großherzoglichen Saline.
Das Salzmuseum befindet sich seit 1971 im ehemaligen Amtshaus der Großherzoglichen Saline. Quelle: Robert Niemeyer
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Bad Sülze

Das Salzmuseum in Bad Sülze soll neu ausgerichtet werden. „Wir befinden uns in der Transformation zum museums-pädagogischen Bildungszentrum“, sagt Museums-Leiter Christian Pauli. Viel stärker als bisher sollen dafür beispielsweise Kindertagesstätten und Schulen der Region angesprochen werden. „Wenn wir Kinder in unser Museum holen, dann identifizieren sie sich auch viel stärker mit der Region“, sagt Pauli, der auch Vorsitzender des Bad Sülzer Kultur- und Heimatvereins ist. Mit der Neuausrichtung soll ein Beitrag gegen Abwanderung aus der Region geleistet werden. „Man kann sich auch im ländlichen Raum wohlfühlen“, sagt der Museums-Chef.

Um dem Anspruch gerecht zu werden, haben Stadt und Museum investiert. Unter anderem wurde eine Ausstellungsscheune umgebaut. Ein fester Boden, Heizung, eine kleine Küche, ganzjährig nutzbar soll das Gebäude sein, vor allem für Kinder- und Jugendgruppen. Zum 1. September soll der Umbau der Scheune abgeschlossen sein.

Sämtliche Schulen zwischen Sanitz und Grimmen erhalten laut Pauli einen Ausbildungskatalog. Möglich seien beispielsweise naturwissenschaftliche Angebote, etwa in Verbindung mit der Recknitz, oder heimatgeschichtlicher Unterricht. Die Nutzung der Scheune und der Angebote soll laut Christian Pauli kostenfrei sein. „Es ist unsere Aufgabe, das Museum für die Bildung zu öffnen.“ Finanziert werden sollen die Projekte beispielsweise über Bundesförderprogramme wie „Demokratie leben“ oder „Kultur macht stark“. Außerdem ist die neue Scheune auch für andere Veranstaltungen wie Feiern oder Seminare buchbar. Das Salzmuseum ist zum Beispiel auch Außenstelle des Standesamtes. Dort kann also auch geheiratet werden.

Personell werde es ebenfalls Veränderungen geben. Unter anderem soll eine pädagogische Fachkraft soll eingestellt werden, um die museumspädagogische Ausrichtung mit Leben zu erfüllen.

Doch bereits jetzt haben das Salzmuseum und der Kultur- und Heimatverein Projekte mit Schulen initiiert, unter anderem mit Sechst- bis Achtklässlern der Dettmannsdorfer Regionalschule, die zwei Stunden pro Woche besondere Ausstellungsstücke des Museums untersuchen. In einem neuen Projekt sollen Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen der Bad Sülzer Grundschule zum Museumsführer ausgebildet werden.

Robert Niemeyer

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