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Stralsund Wohnraumsanierung in der Tribseer Vorstadt geht weiter
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Schöner wohnen in Stralsund Wohnraumsanierung in der Tribseer Vorstadt geht weiter

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12:36 03.01.2020
Schöner wohnen an der Kupfermühle. Nach der Komplettsanierung des Wohnblocks Nr. 7-11 (rechts), bringt die SWG nun den gegenüberliegenden Wohnblock Nr. 18-20 auf modernsten Wohnstandard. Vom oberen Staffelgeschoss aus haben die Bewohner einen tollen Blick über Stralsund. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Für Dieter Vetter ist es ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung der Tribseer Vorstadt. „Nachdem unser Modernisierungsvorhaben an der Kupfermühle 7-11 von den Mietern so gut angenommen wurde, sind wir jetzt dabei, den gegenüberliegenden Wohnblock Nr. 18-20 komplett zu sanieren“, sagt der Geschäftsführer der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG). Der Bau aus den 1950er Jahren ist bereits eingerüstet und sein Spitzdach einem Staffelgeschoss gewichen. Damit bekam der Viergeschosser mit seinen zwei Eingängen ein zusätzliches Wohngeschoss aufgesetzt.

Modernisierung mit Aufzug für vier Etagen

„20 Wohnungen mit unterschiedlichen Zuschnitten werden hier entstehen“, sagt Vetter. Der Fertigstellungstermin ist für das dritte Quartal in diesem Jahr geplant. In das Modernisierungsvorhaben investiert die SWG 3,9 Millionen Euro.

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Zum Thema schöner Wohnen in der Tribseer Vorstadt trägt auch ein weiteres aktuelles Sanierungsvorhaben der Wohnungsbaugesellschaft bei. Bereits im Februar sollen acht neue Wohnungen in der Richtenberger Chaussee 14 fertiggestellt sein. In die Investitionssumme von 1,4 Millionen Euro passte sogar ein Aufzug für die vier Etagen des Hauses mit hinein.

Hochhaussanierung im Heinrich-Heine-Ring

Auch wenn von außen noch nicht viel zu sehen ist, die Sanierung des Hochhauses Heinrich-Heine-Ring 41 in Knieper Nord gehört zu den größten Modernisierungsvorhaben der Wohnungsbaugesellschaft. Seit dem Baustart Ende 2018 wurde hier mit 5,2 Millionen Euro bereits die Hälfte der geplanten Investitionssumme in das Vorhaben gesteckt. Die SWG setzt hier ein Projekt für einen besonderen Partner um – die Stralsunder Werkstätten. Diese wollen den Zehngeschosser nach Fertigstellung für 30 Jahre mieten, um damit barrierefreien Wohnraum für ihre Mitarbeiter mit Behinderungen anbieten zu können.

Inzwischen wurde das Gebäude komplett entkernt. Zwischenwände wurden ebenso entfernt wie alle alten Leitungen. In den oberen Stockwerken sind bereits die Trockenbauer am Werk. Neue Heizungs- und Steigleitungen sind montiert und die technischen Voraussetzungen für einen modernen Brandschutz in dem Wohngebäude aus den 1960er Jahren geschaffen worden. „Bis Ende dieses Jahres wollen wir mit dem Umbau fertig sein“, sagt der SWG-Geschäftsführer.

Wohnraum für Bewohner mit Handicap

Von den zuletzt 104 Wohnungen des Hochhauses werden nach der Sanierung 89 Einraum-Wohneinheiten plus Balkon Platz für gehandicapte Bewohner bieten. Dazu kommen Sozial- und Gemeinschaftsräume sowie Schwestern- und Arztzimmer und Räume für das Betreuungspersonal. Dazu ist ein Sozialtrakt mit etwa 514 Quadratmetern Nutzfläche samt Küche und Speisesaal neben dem Hochhaus geplant worden, dessen Rohbau bereits zu sehen ist.

Plattenbau in Knieper West wird auf modernen Standard gebracht

Das kommende Frühjahr wird die Wohnungsbaugesellschaft nutzen, um die Planungen für die Sanierung des Wohnblocks in der Thomas-Kantzow-Straße 3a-5b in Knieper West III erstellen zu lassen. Der Baubeginn für den bislang noch unsanierten Plattenbau mit seinen 64 Wohnungen ist dann für das 2. Halbjahr 2020 vorgesehen. „Um den gewachsenen Ansprüchen unserer Mieter auch künftig besser gerecht zu werden, werden mit dem Umbau auch zwei innen liegende Aufzüge eingebaut“, sagt Dieter Vetter.

Modernisierung im Bestand ist für SWG-Prokuristin Kathrin Maaß nicht nur ein probates Mittel, um den Wohnungsbestand auf modernem Niveau zu halten, sondern auch, um die Mieter an Stralsunds größten Vermieter zu binden. „Was immer wir da bis jetzt angepackt haben, es ist schnell wieder bezogen worden“, sagt Maaß und betont: „Auch in den nächsten Jahren werden wir daher weiter in unsere Plattenbauten investieren.“

14 800 Menschen wohnen bei der SWG

8700 Wohnungen hat die Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG) im eigenen Bestand, 1600 werden für andere Vermieter verwaltet.

Etwa 14 800Menschen wohnen bei Stralsunds größtem Vermieter, was etwa einem Durchschnitt von 1,7 pro Wohnung entspricht.

Alleine in Instandhaltung und Instandsetzung wird die SWG in diesem Jahr etwa acht Millionen Euro investieren.

Die SWG hat einschließlich ihrer neun Auszubildenden 79 Mitarbeiter.

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Von Jörg Mattern