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Stralsund Schüler demonstrieren für den Klimaschutz
Vorpommern Stralsund Schüler demonstrieren für den Klimaschutz
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17:49 22.02.2019
Rund 300 Stralsunder Schüler haben an der Schülerdemo #fridaysforfuture teilgenommen, um auch in der Hansestadt ein Zeichen für eine bessere Klimapolitik zu setzen Quelle: Miriam Weber
Stralsund

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Über 300 Stralsunder Schüler haben am Freitag bei einer Demonstration durch die Altstadt lautstark ein Zeichen für einen besseren Klimaschutz gesetzt. Damit schlossen sie sich der mittlerweile weltweiten Aktion „Fridays For Future“ (siehe Infokasten) an, bei der freitags Schüler auf die Straße gehen, um für ihre „Zukunft zu kämpfen“, wie Johanna Heindl erklärt. Die 17-jährige Hansa-Gymnasiastin gehört zu den Initiatoren der Veranstaltung in der Hansestadt. „Ich freue mich riesig, dass so viele dem Aufruf gefolgt sind“, sagt Johanna.

Klimaschutz sei ein wichtiges Anliegen, das keinen Aufschub dulde. „Wir sind hier, weil es keine Zeit mehr zum Abwarten gibt, wir müssen jetzt handeln und zwar alle“, erklärt Johanna. Und so drehten sich viele Sprüche auf den zahlreichen Plakaten der Schüler vor allem darum, dass nur noch wenig Zeit bliebe, um etwas gegen eine Klimakatastrophe zu unternehmen. „Natürlich geht es alle etwas an, aber es ist unsere Zukunft, über die die jetzigen Erwachsenen Entscheidungen treffen“, so die Gymnasiastin.

„Mit der Demo können wir ein Zeichen setzen und zeigen, dass uns unsere Zukunft wichtig ist“, sagt Max Kleemann vom Hansa-Gymnasium, während sich der Zug vom Alten Markt aus in Richtung Hafeninsel bewegt. Von dort ziehen die Kinder und Jugendlichen weiter zum Schulzentrum, um dann zum Alten Markt zurückzukehren. Dort gibt es Live-Musik und Redebeiträge. „Es ist genial, dass so viele hier sind“, sagt Lilly Steinort von der IGS-Grünthal.

Mit ihrem Wunsch, mit der Demo auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, rannten die Schüler bei vielen Schulleitern offene Türen ein, was nicht zuletzt daran lag, dass die Absprachen miteinander reibungslos funktionierten, wie etwa Ingo Schwabe, Leiter der Jona-Schule erklärt. „Unsere freitägliche Andacht wurde diesmal thematisch von den Elftklässlern vorbereitet und abgehalten, und dann sind die Schüler gemeinsam zur Demo gegangen.“

Auch an anderen Schulen wurden keine Steine in den Weg gelegt. „Wir akzeptieren und unterstützen den Wunsch unserer Schüler, ihr Anliegen zu artikulieren“, sagt Thomas Janke, Schulleiter vom Hansa-Gymnasium. Ralph Renneberg, Schulleiter der IGS Grünthal, ergänzt: „Wir schätzen das Engagement, schließlich geht es vor allem um ihre Zukunft.“ Ähnlich sieht das Regina Landt, Leiterin des Schulzentrums am Sund: „Wie an einigen anderen Schulen auch, haben wir den Schülern, die eine Erlaubnis der Eltern vorlegen konnten, die Teilnahme gestattet.“

Dass die Demo um 13 Uhr, also noch in der Unterrichtszeit begonnen hat, war diesmal kein Problem. Allerdings sind sich die Schulleiter auch darüber einig, dass „Klimaschutz nicht mit Bildung aufzurechnen ist“, wie es Thomas Janke ausdrückt. Bei regelmäßig geplanten Demos würde man darum bitten, diese nach dem Unterricht durchzuführen. Doch die nächste „Friday For Future“-Veranstaltung ist erst am 15. März geplant. Dann wollen weltweit tausende Schüler für ihre Zukunft demonstrieren.

Über 300 Schüler haben in Stralsund für einen besseren Klimaschutz und eine bessere Umweltpolitik und damit für ihre Zukunft demonstriert.

Der Freitag für die Zukunft

Vorbild der Bewegung #Fridays For Future (Freitage für die Zukunft) ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit vielen Monaten jeden Freitag in Stockholm den Schulunterricht bestreikt und dies so lange fortsetzen möchte, bis Schweden das Klima-Übereinkommen von Paris einhält.

Mittlerweile hat Greta international viele Mitstreiter gefunden. Vor allem Schüler gehen jeden Freitag auf die Straße, um für einen besseren Klimaschutz und eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Oftmals finden die Demos während der Unterrichtszeit statt, um maximale Aufmerksamkeit für das Anliegen zu erhalten. „Schließlich geht es um unserer Zukunft“, erklärt Johanna Heindl vom Hansa-Gymnasium, die zu den Initiatoren der ersten „Fridays For Future“-Demo in Stralsund gehört.

Am 15. März wollen weltweit Tausende Schüler auf die Straße gehen, um gemeinsam für ihre Zukunft zu demonstrieren. Auch in Stralsund soll es dann wieder heißen „Fridays For Future“.

Miriam Weber

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