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Stralsund Sellering: Seehafen bleibt nicht links liegen
Vorpommern Stralsund Sellering: Seehafen bleibt nicht links liegen
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15:37 25.07.2015
Sören Jurrat (l.) erklärt Erwin Sellering den Ausbau des Stralsunder Frankenhafens.
Sören Jurrat (l.) erklärt Erwin Sellering den Ausbau des Stralsunder Frankenhafens. Quelle: Benjamin Fischer
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Stralsund

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat am Freitag Befürchtungen vonseiten der Stadt zurückgewiesen, das Land würde den Stralsunder Seehafen in Zukunft vernachlässigen. Grund ist, dass der Hafen im neuesten Entwurf des Landesraumentwicklungsprogrammes (LEP) nicht mehr als landesweit bedeutsam eingestuft wird.

„Das beschreibt die Realität und ist keine Einordnung, mit der wir Stralsund links liegen lassen“, betonte Sellering am Freitag während eines Besuchs des Seehafens. Die Grenze, dass ein landesweit bedeutsamer Hafen mindestens einen Umschlag von drei Millionen Tonnen pro Jahr vorweisen muss, sei von der EU festgelegt worden. Hafenchef Sören Jurrat kündigte trotzdem an, dass die Stadt in ihrer Stellungnahme zu diesem Entwurf eine andere Haltung einnehmen werde. Im vergangenen Jahr gingen im Seehafen knapp 917 000 Tonnen über die Kaikante.

Jurrat unterstrich, dass sich der Stralsunder Hafen auch auf die weitere Ansiedlung von Gewerbe ausrichten werde. In dieser Hinsicht sei mit dem Zuschlag des österreichischen Seilherstellers Teufelberger zwar ein erster Schritt getan. Es gebe aber deutlich mehr Potenzial. Sellering sieht darin auch einen Ausgleich für die geschrumpfte Volkswerft. „Ich habe beste Hoffnungen für die Werft, aber wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht, müssen andere Unternehmen her“, sagte er.

Am Schluss seines Besuches merkte der Regierungschef augenzwinkernd an: „Bei meinem nächsten Besuch ist der Umschlag bestimmt schon gestiegen.“ Antwort Jurrat: „Wenn das so einfach wäre. Bis das passiert, bin ich wohl schon in Rente.“



Benjamin Fischer