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Stralsund Sexueller Missbrauch in Stralsund: Tatverdächtiger wird nach MV überstellt
Vorpommern Stralsund Sexueller Missbrauch in Stralsund: Tatverdächtiger wird nach MV überstellt
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12:37 14.10.2019
Der jüngere Tatverdächtige war bereits am Freitag gefasst und einem Haftrichter am Amtsgericht Stralsund vorgeführt worden. Quelle: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
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Stralsund

Nach dem sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen hat sich der flüchtige, 32-jährige Tatverdächtige in Essen der Polizei gestellt. Am Sonntag wurde er dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Jetzt wird der Mann nach Mecklenburg-Vorpommern überstellt. Das erklärte eine Polizeisprecherin am Montag in Neubrandenburg.

„Wir bedanken uns bei der Bevölkerung für die zahlreichen Hinweise, die während der öffentlichen Fahndung bei der Polizei eingegangen sind“, sagte ein Sprecher der Polizei am Wochenende, die mit einer aggressiven Öffentlichkeitsfahndung vorgegangen war.

Gemeinsam mit einem 16-Jährigen soll er am Dienstagabend in einer Wohnung im Tribseer Damm ein zwölfjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben. Der jüngere Tatverdächtige, ebenfalls Syrer, war bereits am Freitag gefasst und einem Haftrichter am Amtsgericht Stralsund vorgeführt worden. Dieser hat Haftbefehl erlassen.

Waren die sexuellen Handlungen einvernehmlich?

Nach Polizeiangaben hielt sich das Mädchen in der Wohnung eines Beschuldigten im Tribseer Damm freiwillig auf. Was genau dort geschehen ist, wird noch ermittelt. Als sicher gilt aber, dass es zu sexuellen Handlungen gekommen sein soll. Ob diese einvernehmlich waren oder nicht, müsse geklärt werden. „Da es sich bei dem Opfer aber um eine Minderjährige handelt, liegt auf jeden Fall eine Straftat vor, da es sich um sexuellen Missbrauch handelt“, so Tupeit.

Am Donnerstag hätten sich die Eltern des Mädchens an die Polizei gewandt und so die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Auf Facebook wird gemutmaßt, dass Opfer und Täter zuvor Marihuana geraucht hätten. Ob das stimmt, ob das Opfer möglicherweise nicht mehr Herrin ihrer Sinne war, konnte Tupeit nicht sagen.

Über Verletzungen ist nichts bekannt

Die Ermittlungen hat die für Sexualdelikte zuständige Kriminalpolizei Anklam übernommen. Am Tatort wurden bereits Spuren gesichert. Zudem werde das Mädchen untersucht. Über Verletzungen ist bislang nichts bekannt.

Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei unter 0395 / 55822223 zu wenden.

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