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Stralsund Sieg vor Gericht: Zirkus „Busch“ darf in Stralsund bleiben
Vorpommern Stralsund Sieg vor Gericht: Zirkus „Busch“ darf in Stralsund bleiben
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18:01 25.07.2018
Circus „Busch“ darf in Stralsund auftreten. Das hat das Verwaltungsgericht Greifswald entschieden.
Circus „Busch“ darf in Stralsund auftreten. Das hat das Verwaltungsgericht Greifswald entschieden. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Aufatmen beim Circus „Busch“: Das Zelt muss nun doch nicht abgebaut werden und die Premiere kann wie geplant am Donnerstag in Stralsund stattfinden. Das Verwaltungsgericht Greifswald hat am Mittwoch die von der Stralsunder Stadtverwaltung angeordnete Räumung des Zirkusgeländes auf der Gewerbefläche neben dem Rügenzubringer für unzulässig erklärt. Erleichterung bei den Künstlern: „Wir wollten uns gar nicht mit der Stadt anlegen, wir hatten aber gar keine andere Wahl. Bei uns geht es ums Überleben“, sagte Yvette Scholl vom Circus „Busch“.

Die Stadtverwaltung war der Auffassung, dass auf dem Areal grundsätzlich keine Festveranstaltungen stattfinden dürfen, da es sich um eine Außenbereichlage handele, die von Bebauung freizuhalten sei. Das Gericht teilte diese Sicht nicht. „Es ist nicht zu erkennen, dass der Zirkus tatsächlich gegen Baurecht verstößt. Das heißt, die Auftritte können stattfinden“, sagte Gerichtssprecher Heinz-Gerd Stratmann. Das Gericht bezweifelte, dass es sich bei einem Zirkuszelt überhaupt um ein Bauwerk handelt, für das eine Baugenehmigung nötig wäre. Zudem sei nicht ersichtlich, welche öffentlichen Belange durch das Zirkuszelt beeinträchtigt werden sollen. Auch die von der Stadtverwaltung behaupteten nachbarschaftlichen Konflikte zur südlichen Wohnbebauung seien nicht ausreichend belegt.

Die Stadt Stralsund hätte zwar die Möglichkeit, Beschwerde gegen den Gerichtsbeschluss einzulegen, will davon aber nicht Gebrauch machen. „Auch wenn die Hansestadt Stralsund bestimmte Gesichtspunkte des Rechtsstreites anders bewertet, akzeptiert sie die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Greifswald und geht nicht weiter gegen die Veranstaltungen des Zirkus' Busch vor“, heißt es in einer Stellungnahme.

Alexander Müller