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Stralsund So feiern Wahl-Stralsunder Weihnachten
Vorpommern Stralsund So feiern Wahl-Stralsunder Weihnachten
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06:00 24.12.2018
Milah Bílek, Markéta Ludvíková und Jaroslav Lalák vom Stralsunder Restaurant Zlata Praha wünschen „veselé Vánoce“, frohe Weihnachten. Quelle: Pauline Rabe
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Stralsund

 Für Markéta Ludvíková wird dieses Weihnachtsfest ein ganz besonderes. Es ist das erste Mal seit neun Jahren, dass sie und ihre Familie wieder in Tschechien feiern werden. „Am Sonntag um vier Uhr morgens geht es los“, sagt sie. Es erwarten sie Verwandte, ein Weihnachtsbaum und festliches Essen – ähnlich wie in Deutschland, aber eben doch anders. Wie Weihnachten von Wahl-Stralsundern gefeiert wird, hängt klar von den Traditionen und Bräuchen ihres Heimatlandes ab.

Der größte Unterschied zwischen dem deutschen und tschechischen Heiligabend ist die Bedeutung von Fisch. „Wer den nicht isst, gilt bei uns als ungläubig“, erklärt Ludvíkovás Schwiegervater Jaroslav Lalák und malt ein Fisch-Symbol auf ein Stück Papier. Bockwurst und Kartoffelsalat kämen bei ihm Weihnachten niemals auf den Tisch. Es ist eine der deutschen Traditionen, die er nicht nachvollziehen könne. Vieles aber ähnele sich: Vor dem Essen gäbe es auch für die tschechische Familie Geschenke – danach werde der Gottesdienst in der Kirche besucht.

Orangen- und Apfelsterne

Bei der Frage, was noch unterschiedlich sei, muss Ludvíková erst eine Weile überlegen. Dann fällt ihr doch noch etwas ein: „Was bei uns nicht fehlen darf, sind als Sterne ausgeschnitzte Äpfel und Orangen.“ Das kenne sie aus ihrer Kindheit. Seit mittlerweile neun Jahren lebt die Familie in Stralsund. Der Grund war eine Ausschreibung als Koch, auf die Lalák sich bewarb. Mittlerweile hat er sein eigenes Restaurant: das Zlata Praha in der Mönchstraße 46.

Gunta Cēse würde Weihnachten auch gerne bei ihrer Familie in Lettland verbringen. Doch die Sopranistin am Theater Vorpommern hat an den Tagen nach Heiligabend Vorstellungen. „Also bleibe ich hier und feiere mit Arbeitskollegen, was sicher auch schön wird“, sagt die 34-Jährige. Vielleicht werde sie diesen auch den ein oder anderen Brauch aus ihrer Heimat näher bringen. „Bei uns wird an Heiligabend immer ein Stück Eiche verbrannt, um schlechte Ereignisse des Jahres hinter sich zu lassen.“ Genau aus demselben Grund ziehe man an Weihnachten auch mit selbst gebastelten Masken um die Häuser und besuche Verwandte.

Glück durch graue Erbsen

Um obendrein noch etwas Glück heraufzubeschwören, kämen graue Erbsen auf den Tisch. „Damit das auch funktioniert, muss man diese aber komplett aufessen“, sagt Cēse. Neben den vielen Unterschieden, gäbe es aber auch Gemeinsamkeiten: So stelle ihre Familie ebenso einen Weihnachtsbaum auf und es würden Geschenke untereinander verteilt. „Diese muss man sich aber mit einem Gedicht oder Lied verdienen.“

Theaterkollegin Pihla Terttunen hat etwas mehr Glück als Cēse und keine Auftritte über die Feiertage. Die Sopranistin reist stattdessen in ihre Heimat nach Finnland. „Dort beginnt der Tag mit einem Frühstück aus Reisbrei mit Zucker und Zimt“, erzählt sie. Anschließend gehe es in die Weihnachtssauna, eine wichtige Tradition im ganzen Land. Genau wie in Tschechien werde abends eher Fisch gegessen. „Heringssalat zum Beispiel. Dazu gibt es verschiedene Beilagen aus Kartoffeln und Karotten und süße Blätterteigsterne.“ Mit Glühwein, dem sogenannten „Glögi“, ende schließlich der Abend – und das Weihnachtsfest.

Pauline Rabe

Bis Ende 2019 sollen die Bauarbeiten am Fischmarkt abgeschlossen sein. Dann stehen die ersten drei von insgesamt sieben Neubauten.

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