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Stralsund So viel Geld könnten die Eigentümer mit Stralsunds Militärhafen verdienen
Vorpommern Stralsund So viel Geld könnten die Eigentümer mit Stralsunds Militärhafen verdienen
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12:16 30.04.2019
Was wird aus dem ehemaligen Militärhafen? Die Stadtverwaltung hatte die Fläche 2014 für 615 000 Euro abgegeben. Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

Sollte der frühere Militärhafen an der Stralsunder Schwedenschanze wirklich für 7,5 Millionen Euro verkauft werden, könnte für die jetzigen Eigentümer ein Gewinn von drei Millionen Euro und mehr herausspringen. Diese Spanne ergibt sich, wenn es dabei bleibt, dass das Gelände inklusive Baugenehmigung für einen Komplex aus vier Häusern mit insgesamt 80 Ferienapartments und 33 Eigentumswohnungen veräußert werden soll.

Grundstück und Bauprojekt gehören der Ostsee-Stralsund-Appartement GmbH, hinter der als Gesellschafter zwei weitere Firmen stehen, die auf den Immobilienentwickler Fred Muhsal sowie den Leipziger Steuerberater und Rechtsanwalt Jens Schellknecht zurückzuführen sind. Beide sind seit Jahren in Stralsund auf verschiedenste Weise unternehmerisch tätig.

Hafenbau soll drei Millionen Euro kosten

An die Erteilung der Baugenehmigung für die Ferien- und Eigentumswohnungen ist aber die Schaffung einer Marina mit 100 Liegeplätzen gebunden. Nachdem ein erster Entwurf für diesen weitgehend schwimmend konstruierten Segelboothafen von einem Stralsunder Architektur- und Ingenieurbüro wegen zu hoher Baukosten von sechs Millionen Euro bei den Investoren durchgefallen sein soll, könnte das Vorhaben nun ungefähr zur Hälfte dieses Preises realisiert werden. Ein neues, aber auswärtiges Planungsbüro, das die deutlich günstigere Variante nun vorgelegt haben soll, sei bereits gefunden worden, heißt es.

Demnach würden die notwendigen Investitionen, die mit dem Bauprojekt verbunden sind, ehe es für die genannten 7,5 Millionen Euro überhaupt weiterverkauft werden kann, bei knapp vier Millionen Euro liegen. Diese Summe setzt sich folgendermaßen zusammen: Für den Kauf der 16 300 Quadratmeter großen Fläche direkt am Sund soll die Ostsee-Stralsund-Appartement GmbH im Jahr 2014 einen Preis von 615 000 Euro bezahlt haben. Drei Millionen Euro sollen zusätzlich für den Bau der Marina fällig werden.

Stadt und Investoren bezahlen Straßenbau gemeinsam

Hinzu kommen die Verlegung von Fernwärme-, Telefon-, Elektro-, Trink- und Schmutzwasserleitungen sowie die Sanierung eines gut 500 Meter langen Abschnittes der Straße „Zur Schwedenschanze“, der direkt auf das Gelände führt. Alle Leitungen sollen Angaben der Stadtverwaltung zufolge unter dieser Straße verlegt werden. Hierfür müssen Bauinvestoren aber lediglich einen Kostenzuschuss an den jeweiligen Anbieter oder Versorger entrichten, der seine Leitungen dann auf eigene Rechnung verlegt. Insbesondere bei größeren Projekten lässt sich die Höhe des Zuschusses in Verhandlungen weit nach unten drücken. Üblich ist ein mittlerer vierstelliger Betrag pro Haus, das angeschlossen werden soll.

Die Gesamtkosten für die anschließende Wiederherstellung der Straße von rund 360 000 Euro würden sich die Stadt und die Eigentümer des früheren Militärhafens ungefähr je zur Hälfte teilen, teilte die Leiterin der Stabsstelle Protokoll und Presse im Rathaus, Anne Pilgrim, auf Anfrage mit. Zusätzlich übernehme die Hansestadt die Kosten für den Bau der Straßenentwässerung und die Anschaffung sowie Installation der notwendigen Straßenlaternen. Kurzum: Die bei der Erschließung des Grundstückes anfallenden Kosten dürften damit einen unteren sechsstelligen Betrag kaum überschreiten. Selbst, wenn man noch mögliche Abrisskosten hinzurechnet, dürften angesichts eines Verkaufspreises von 7,5 Millionen Euro, der in dem Exposé des renommierten Immobilienvermarkters Engel&Völkers aufgerufen worden ist, über drei Millionen als Gewinn hängen bleiben, wenn es bei den anstehenden Arbeiten keine überraschenden Kostensteigerungen gibt.

Benjamin Fischer

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