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Stralsund Sparkasse: Neue Technik gegen Überfälle
Vorpommern Stralsund Sparkasse: Neue Technik gegen Überfälle
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06:34 31.07.2015
In der Sparkassen-Filiale in der Kleinen Parower Straße in Stralsund kommt die neue Twin Safe-Technik zum Einsatz.
In der Sparkassen-Filiale in der Kleinen Parower Straße in Stralsund kommt die neue Twin Safe-Technik zum Einsatz. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Zum Schutz gegen Banküberfälle hat die Sparkasse Vorpommern ihre Sicherheitstechnik in den Filialen weiter erhöht. An 31 von insgesamt 66 Standorten kommt die sogenannte Twin Safe-Technologie zum Einsatz. Will der Kunde sich Geld am Schalter holen, zählt ein Mitarbeiter nicht mehr persönlich das Geld und händigt es aus. Stattdessen müssen die Scheine an einem separaten Gerät entnommen werden. Durch den Umbau sollen die Filialen noch besser vor Bankräubern geschützt werden. Auf diese Weise kann kein Angestellter mehr ohne die EC-Karte eines Kunden auf Geld zugreifen, selbst wenn ihm eine Waffe an den Kopf gehalten wird.

OZ-Leser Gerhard Reinhardt sieht in dem neuen Verfahren für sich selbst jedoch eine Verschlechterung der Sicherheit. Ihm ist die Technik in der Stralsunder Filiale in der Kleinen Parower Straße aufgefallen. Gerhard Reinhardt stört, dass das Gerät, aus dem das Geld entnommen werden soll, für Beobachter offen einsehbar ist. „Mitten im Schalterraum stehend kontrolliert man für alle gut sichtbar sein Geld und steckt es weg. Wohin man es verstaut, kann auch jeder beobachten“, schreibt er in einer Nachricht an die Redaktion.

Konfrontiert mit dieser Kritik, stellt Sparkassen-Sprecherin Daniela Freier eine Veränderung des bemängelten Zustands in Aussicht. „Wenn das von vielen Kunden als Problem angesehen wird, werden wir uns darum bemühen, mehr Diskretion zu schaffen“, sagt sie. Man wolle den Hersteller kontaktieren, um eine Lösung zu finden. Denkbar sei beispielsweise die Installation eines Sichtschutzes.

Die Filiale in der Kleinen Parower Straße in Knieper Nord war in den Jahren 2006 und 2007 zweimal von den NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard überfallen worden.



Alexander Müller