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Stralsund Ein Blick in die Karten
Vorpommern Stralsund Ein Blick in die Karten
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06:50 03.11.2019
In der Stralsunder Spielkartenfabrik wird in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Dafür wurden unter anderem auch Pullover bedruckt. Quelle: Spielkartenfabrik
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Stralsund

Jetzt mal die Karten auf den Tisch! Eine ganze Woche lang feiert die Spielkartenfabrik ihren 10. Geburtstag in Stralsund.

Vor mehr als 250 Jahren hat die Geschichte der Spielkartenproduktion in Stralsund begonnen. Mit der Gründung der Spielkartenfabrik als Museumswerkstatt im Jahr 2009 greift der Verein Jugendkunst diese Tradition auf und entwickelt sie weiter. Was einst als Modellprojekt begann, steht mittlerweile auf eigenen Beinen.

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Ein Museum zum Anfassen und Mitmachen

„In den vergangenen Jahren hat sich viel entwickelt“, sagt Christian Klette von der Spielkartenfabrik. „Durch unterschiedliche Förderungen konnten wir verschiedene Projekte realisieren.“ Und so wird in der Festwoche unter anderem das Projekt „Unter Druck“ abgeschlossen. Gefördert von der Kulturstiftung des Landes konnte drei Jahre lang Besonderes entstehen. Unter anderem wurden Künstler in das sogenannte „Labor“ eingeladen, in dem sie sich im Alltag der Spielkartenfabrik entfalten konnten. Außerdem wurde eine digitale Museumstour entwickelt.

Eine Woche lang feiern

Am Montag wird um 17 Uhr zu der Ausstellungseröffnung „Hart und Weich – 10 Jahre Spielkartenfabrik Stralsund“ in die Stadtbibliothek eingeladen. Dort werden unter anderem Karten gezeigt, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind, aber noch nicht zu sehen waren. Außerdem wird der Autor und Sammler Wilfried Kaschel einen Einblick in die Geschichte der Spielkartenproduktion von Stralsund bis Altenburg geben. Und aus Altenburg selbst wird Gerd Matthes da sein und über die moderne Spielkartenproduktion in Altenburg sprechen.

Lauscher auf, heißt es dann am Dienstag um 16 Uhr auf dem Alten Markt, wenn gemeinsam mit Inselklang Rügen zum Chor der Druckmaschinen eingeladen wird. „Darauf sind wir schon sehr gespannt“, sagt Christian Klette. „In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder Geräusche unserer Druckmaschinen aufgenommen, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.“ Diese wurden vom Inselklang Rügen zu einem Sound zusammengesetzt, der am Dienstag zu hören sein wird. „Das ist dann noch einmal ein ganz anderer, ein ästhetischer Aspekt unserer Arbeit“, sagt Christian Klette. „Denn so dürfte wohl niemand unsere Maschinen wahrnehmen, wie sie am Dienstag zu hören sein werden.“

Aktien kaufen und drucken

Am Abend gibt es dann ein „Fest für Aktionäre – 10 Jahre unter Druck“. „Damit greifen wir sozusagen die Tradition der Spielkartenfabrik auf“, erklärt Christian Klette. Schließlich schlossen sich im Jahr 1872 drei Stralsunder Spielkartenunternehmen zu einer Aktiengesellschaft zusammen – eine Erfolgsgeschichte. „Am Dienstag werden wir also versuchen, Aktionäre zu gewinnen, die Aktien im Wert von 10 oder 100 Euro erwerben können. Diese können sie an diesem Abend auch selbst zeichnen“, verrät Christian Klette mit einem Augenzwinkern. Denn am nächsten Tag werden diese Aktien gedruckt.

Doch das ist noch nicht alles, denn an diesem Abend wird in der Schalterhalle am Alten Markt 4 außerdem zu dem Vortrag „Selbstvertrauen und Spiel. Warum auch Erwachsene spielen sollten“ von André Frank Zimpel eingeladen.

Lass uns spielen!

Am Donnerstag heißt es dann, die Augen offen und die Karten bereitzuhalten, denn dann wird an vielen öffentlichen Orten in Stralsund von 11 bis 17 Uhr gespielt – selbstverständlich Karten. Die Orte sind auf der Webseite der Spielkartenfabrik zu finden.

Und schließlich endet die Woche mit einem musikalischen Höhepunkt in der Spielkartenfabrik selbst. Zunächst werden die Besucher mit einer interaktiven Klangperformance mit Peter Tucholski und Markus Schubert auf das Konzert eingestimmt, anschließend wird die Jazz Zwitschermaschine angeschmissen. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

Gefördert wird die Festwoche von der Hansestadt Stralsund, der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in MV und dem Crossover-Kulturformat bank(d)ruecken.

Weitere Informationen und das komplette Festwochenprogramm gibt es auf www.spiefa.de

Von Miriam Weber

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