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Sport Stralsund 127,5 Kilo! Hans-Joachim Thürk krönt sich zum Weltmeister
Vorpommern Stralsund Sport Stralsund 127,5 Kilo! Hans-Joachim Thürk krönt sich zum Weltmeister
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17:43 26.05.2019
Hans-Joachim Thürk (r.) mit WM-Gold um den Hals und Trainer Sandrino Herder im Arm Quelle: privat
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Tokio/Stralsund

Hans-Joachim Thürk hat seine Weltmeisterschafts-Premiere vergoldet. Der Gewichtheber aus Stralsund lieferte sich bei der Senioren-WM (Masters) im japanischen Tokio ein umkämpftes Duell in der Altersklasse ab 70 Jahren bis 105 Kilogramm mit dem US-Amerikaner David Clarke. Beide Athleten stemmten im zweiten Versuch 125 Kilogramm. So lag Clarke in Führung, weil er etwas leichter als Thürk ist. Im finalen Durchgang ging der Amerikaner 127,5 Kilos an, Thürk wollte direkt auf 130 gehen. Als sein Kontrahent patzte, schaltete Thürks Trainer Sandrino Herder schnell, ließ das Gewicht für seinen Schützling auf 127,5 Kilogramm runterschrauben – um sicher zu gehen.

Das hatte sich ausgezahlt. Der Deutsche hob die Last ohne Probleme und krönte sich so bei seiner ersten Teilnahme zum Weltmeister. „Alle drei Kampfrichter haben meine Versuche stets gültig gegeben. Das war top! Ich war super drauf, hätte wohl noch mehr gedrückt. Aber der Titel geht vor“, freut sich Thürk, der als einziger Deutscher mit Gold aus Japan heimkehrte.

Knapp drei Monate hatte sich der Athlet des Greifswalder Kraftsportvereins Greifenpower nach Erhalt der Nominierung durch den Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer (BVDK) auf den Wettkampf am 18. Mai vorbereitet. Dafür fuhr er unter anderem in den vergangenen sechs Wochen jeden Sonntag zum Training nach Greifswald. „Die Trainingsgruppe um Jan Kühl hat mich enorm gepusht. Das hat mir sehr viel gebracht“, behauptet Thürk. Der 69-Jährige war auf den Punkt fit. „Es war etwas seltsam. Normalerweise bin ich vor Wettkämpen aufgeregt. Doch in Japan war ich absolut ruhig. Ich wusste genau, dass ich es schaffen kann.“ Der Glücksbringer, den ihm seine Familie noch mitgab, half Thürk zusätzlich.

Doch nicht nur sportlich und mental erhielt Thürk Unterstützung. Ohne Sponsoren wäre die teure Reise ans andere Ende der Welt nicht machbar gewesen. „Nach anfänglichen Schwierigkeiten, haben sich noch ein paar lokale Unternehmen und Freunde gefunden, die mir dieses Abenteuer ermöglicht haben. Großen Dank dafür!“ So konnte Thürk eine Woche lang die Masters-WM in Tokio bestaunen.

Über 1000 Teilnehmer kämpften in vier Senioren-Altersklassen und zwei Junior-Wertungen um die Welt-Krone im Bankdrücken. „Das war schon gewaltig beeindruckend, was dort aufgefahren wurde“, staunt Thürk. Ihn haben die Japaner am meisten imponiert. „Sie haben einfach die beste Technik.“

Am Mittwoch kam der gebürtige Greifswalder zurück aus Japan, ist auch über eine Woche nach dem Wettkampf noch nicht komplett erholt von den Strapazen. „Ich bin immer noch etwas kaputt und müde. Das liegt wahrscheinlich auch am Jetlag“, gesteht Thürk. Anfang August muss er wieder fit sein. Dann will er im luxemburgischen Hamm um den europäischen Titel kämpfen.

Horst Schreiber

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