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Sport Stralsund Neuer Fußballclub wirbelt Staub auf
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04:09 12.07.2013
Der Vorstand des Stralsunder FC: Volker Zeitz, stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeisterin Anne Wiechmann, Vorsitzender Bernhard Reinhold und André Hillmann. Fotos (2): Jürgen Schwols
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Fußball — Ein neuer Fußballverein sorgt derzeit in der Hansestadt für hitzige Debatten unter den Sportfans. Er ist Chance für den Stralsunder Fußball, argumentieren die einen. Andere reden von einem Dolchstoß in den Rücken der alteingesessenen Vereine. Mit Meinungsäußerungen in der Öffentlichkeit ist man jedoch vorsichtig. Weil nichts schlimmer wäre, als in der jetzigen Situation auch noch Öl ins Feuer zu gießen.

Am Spielfeldrand und an den Stammtischen wird jedoch heftig diskutiert, ist der Stralsunder FC in aller Munde. Ursprünglich ging es den Gründern darum, „den Stralsunder Fußball zu einen“, verrät André Hillmann, der den FC gemeinsam mit neun Enthusiasten aus der Taufe gehoben hat. „Um ihn voranzubringen und um vorhandene Ressourcen zu bündeln, war es unser Ziel, die Stralsunder Vereine zu einem starken Club zusammenzuschließen“, erklärt der gebürtige Thüringer. Eine Idee, die auf wenig Gegenliebe stieß.

Für André Hillmann jedoch kein Grund, klein beizugeben. Getrieben von dem Wunsch nach Veränderung, zielgerichteter Vereinsstruktur und sportlichem Fortschritt entwickelte er ein Konzept, an dessen Leitmotiv „Spielend zur Persönlichkeit“ sich die Vereinsarbeit des Stralsunder FC in Zukunft orientieren wird. Dabei steht die Nachwuchsförderung als Basis für den Erfolg im Vordergrund.

„Gerade im Jugendbereich sollen nur qualifizierte Übungsleiter eingesetzt werden, die über eine C-Lizenz verfügen oder bereit sind, eine solche zu erwerben“, macht Mediensprecher Thomas Kretschmer die höchste, auf Landesebene vergebene Trainerlizenz zur Grundvoraussetzungen für die Arbeit mit dem Nachwuchs. Dabei werden auch die Ziele der Fußballerausbildung genau strukturiert und aufeinander abgestimmt, um so künftig die Spieler der Herrenmannschaft kontinuierlich aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren zu können.

Dass sich derart ehrgeizige Ziele nicht von heute auf morgen und schon gar nicht ohne das nötige Kleingeld verwirklichen lassen, weiß man allerdings auch beim Stralsunder FC. Und so befindet sich André Hillmann unermüdlich auf der Suche nach Sponsoren, während die Geschicke des Stralsunder FC derzeit vom ersten Vorstand um Bernhard Reinhold (1.Vorsitzender), Volker Zeitz (2. Vorsitzender) und Anne Wiechmann (Schatzmeisterin) geleitet werden.

In den offiziellen Spielbetrieb steigt die Herrenmannschaft des SFC in der kommenden Saison als Spielgemeinschaft mit dem PSV Stralsund in der Kreisoberliga ein. „Da nach Ablauf der vergangenen Saison viele Spieler den Pommerschen Sportvereins (PSV) verlassen haben und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs im dortigen Männerbereich kaum noch zu gewährleisten war, ist der Vorstand des PSV auf uns zugegangen. Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden“, erklärt Thomas Kretschmer und fügt hinzu: „Natürlich ist die Zusammenarbeit für uns ein Vorteil, da wir so in der Lage sind, Kreisklasse und Kreisliga zu umgehen.“

Laut Kooperationsvereinbarung wird die Herrenmannschaft des PSV und damit auch das Kreisoberliga-Spielrecht nach der kommenden Spielzeit vom Stralsunder FC übernommen und die Spielgemeinschaft damit aufgelöst.

Aufgrund der Ausgliederung seiner Jugendmannschaften mit Ausnahme der F-Junioren und der Bambinis an den SFC, gehen damit für die Abteilung Fußball beim PSV erst einmal die Lichter aus. „Wir haben einfach keine Trainer mehr, um die Abteilung Fußball weiterzuführen, geschweige denn zu stabilisieren“, erklärt Heimbert Diederich, Vorsitzender des PSV, den Grund für die Ausgliederung. Beim Stralsunder FC gelang es dagegen, in der ersten Saison gleich acht Jugendmannschaften den Start in den offiziellen Spielbetrieb zu ermöglichen.

Der mit Spannung erwartete Saisonauftakt der Spielgemeinschaft Stralsunder FC/PSV steigt am 10. August auswärts beim FSV Gademow, bevor eine Woche später der SV Samtens im Paul-Greifzu-Stadion zum ersten Heimspiel des SFC/PSV zu Gast sein wird.

Jürgen Schwols

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