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Stralsund Rauschende Ballnacht in der Stralsunder Brauerei
Vorpommern Stralsund Rauschende Ballnacht in der Stralsunder Brauerei
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20:14 19.05.2019
Die Sportlerball-Premiere in Stralsund am Freitag wurde ein rauschendes Fest. Quelle: Rödel
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Stralsund

Die Sportlerinnen und Sportler aus der Region können sich durchaus auch in edler Abendgarderobe sehen lassen: Beim ersten Stralsunder Sportlerball kamen die etwa 220 Gäste im feinen Zwirn und eleganten Kleidern in das Störtebeker Brauquartier, wo am Freitagabend eine rauschende Ballnacht gefeiert wurde.

Die Moderatorin Edda Matuszak von Antenne MV und FC-Hansa-Stadionsprecher „Struppi“, mit bürgerlichem Namen Klaus-Jürgen Strupp, führten sehr charmant durch die kurzweilige Ballnacht und interviewten diverse regionale Spitzensportler, bevor sie geehrt wurden. Unter den vielen hundert Gästen waren auch OZ-Leser, die Karten für den ersten Stralsunder Sportlerball gewonnen hatten.

Die beiden aus Dresden stammenden Sportlehrer Christine Weber-Rübsam und ihr Mann Dieter leben zwar erst seit dem 17. April in der Hansestadt, sind aber bereits bestens in den lokalen Vereinssport integriert. „Ich bin gleich in den Stralsunder Kanu-Club als Mitglied eingetreten und freue mich ebenso, dass meine Frau und ich sofort diese wunderbare Sportlergala miterleben dürfen“, sagt Dieter Weber, der vor seiner Sportlehrerlaufbahn in Elbflorenz als professioneller Trainer diverse Leistungssportler zu Erfolgen geführt hat. Christine Weber-Rübsam ist ebenso begeistert vom ersten Stralsunder Sportlerball und meint: „Das ist eine schöne Atmosphäre hier, und ich hoffe, dass sich diese Veranstaltung etabliert, damit sei auch zukünftig stattfinden kann“.

Lob für den ersten Sportlerball auch von Nadine Neddermeyer aus Prohn, die mit ihren drei Freunden OZ-Karten für den ersten Sportlerball gewonnen hatte. „Wir konnten erst etwas später beim Ball erscheinen, weil wir noch unsere Prohner Fußballkumpel anfeuern mussten“, so die junge Frau. Das Anfeuern hatte sich gelohnt, denn die Prohner Kicker haben sich mit 2:1 gegen Tribsees durchsetzen können.

Nadine Neddermeyers Freundin Tina Beuchelt aus Duvendiek war voll des Lobes für das leckere Essen, das vom Team des Braugasthauses um Chefkoch Marko Vooth mit viel Liebe angerichtet wurde. Ab 22 Uhr wurde kräftig getanzt, und auch bei dieser körperlichen Aktivität zeigten die Sportler eine außerordentliche Kondition, denn bis zum frühen Samstagmorgen wurde in der Alten Brauerei geschwoft.

In der Brauerei fand am Freitag der erste Sportlerball statt. 220 Gäste aus ganz Vorpommern-Rügen waren dabei. Wir zeigen Sieger und Gäste.

Preis für Integration

Der PSV Stralsund war mit zwei Abteilungen in zwei Kategorien nominiert. Während die Boxer mit ihrem Rehabilitationsprojekt für Jugendliche im Leuchtturmprojekt noch das Nachsehen hatten, triumphierten die Schwimmer in der Kategorie „beste Integrationsarbeit“. Großen Anteil daran hat Kristian Schotte, die sich seit Jahren um die Handicap-Schwimmer kümmert.

„Ich freue mich wirklich sehr für die Abteilung. Sie leisten dort seit gut 15 Jahren tolle Arbeit“, bedankte sich PSV-Vorsitzender Stefan Faulenbach nach der Preisübergabe und betonte: „Bei diesem Projekt ist der sportliche Erfolg zweitrangig.“ Wichtig sei der Kontakt zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten.

Zum Preisgeld und Pokal gab es für den Club noch ein temporär zur Verfügung gestellten Transporter vom Preis-Co-Sponsor ASB.

Nachwuchspreis

Die Artisten aus Stralsund haben überzeugt: Der Kinder- und Jugendcircus Ostsee ’O’ lini schnappte sich den Pokal für die beste Nachwuchsarbeit in Vorpommern-Rügen. Für Hanna Schlemminger und Sophie Arndt, die den Preis von Ex-Kugelstoß-Europameister Ralf Bartels entgegennahmen, kam das überraschend: „Die Kindersportschule Stralsund war ein großer Konkurrent. Deshalb haben wir tatsächlich nicht mit dem Sieg gerechnet“, gesteht die 18-jährige Schlemminger.

Seit 27 Jahren performt Ostsee ’O’ lini mit Tanz-, Feuer- und Akrobatikshows. Manuel Reim hatte den Zirkus gegründet und mittlerweile viele Sympathisanten gefunden. „Wir haben alle Eltern und auf Facebook zur Abstimmung aufgerufen – aber niemanden dazu gezwungen“, scherzt Schlemminger. Mit dem Sieg hat es ja auch so geklappt.

Die Halle, in der das Zirkus-Material derzeit aufbewahrt ist, sollen andere Vereine nutzen. Aber Ostsee ’O’ lini braucht die Kapazität. Deshalb will er mit dem Preisgeld die Vereine bei einer anderen Unterbringung finanziell unterstützen.

Leuchtturmprojekt

Es schien, als hätte der SV Abtshagen alle rund 180 Mitglieder zum Sportlerball mitgebracht, so laut jubelten die Vertreter, als ihr Vereinsname vorgelesen wurde. Der SVA gewann in der Kategorie SWS Leuchttumrprojekt. „Wir sind ein Leuchtturm für die Region“, hatte SVA-Vorsitzende Steffi Becher schon vor der Preisverleihung betont. Nun die Bestätigung.

„Es macht uns stolz, dass wir mit Stralsunder Vereinen mithalten können“, meint Becher mit Blick auf die im Voting abgehängte Konkurrenz PSV und SV Hanse-Klinikum Stralsund.

Für den Sieg hatten die Aktiven aus der Gemeinde zwischen Stralsund und Grimmen mächtig die Werbetrommel gerührt. „Wir hatten alle Vereinsmitglieder, Familien und ganz Berlin angeschrieben, sie sollen für uns abstimmen“, lacht Becher. Trainerin Sandra Gohlke lebt in der Hauptstadt, konnte so vielleicht entscheidende Stimmen zum Sieg einheimsen.

Mit den 2000 Euro Preisgeld soll die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz mitfinanziert werden.

Preis für den besten Aufsteiger

Daniel Schuch konnte es nicht fassen: „Als Laudator Robert Weber (Antenne MV/Red.) den Sieger andeutete und von hochspringen am Netz redete, dachte ich: Nee, nee, nee...“ Doch es war wahr. Der Stralsunder VV setzte sich im Duell mit dem Stralsunder HV bei der Aufsteigerleistung des Jahres durch.

Die Volleyball-Herren, feierten in der abgelaufen Saison als Aufsteiger souverän den Klassenverbleib in der höchsten Landesspielklasse.

Nun der nächste Grund zum Feiern. „Das kam völlig unerwartet. Der SHV war favorisiert, weil er vermeintlich mehr Fans hat und sich mit einer Jugendmannschaft beworben hatte“, argumentiert Volleyballer Schuch. Die Freude über den Sieg war umso größer.

„Zwar wurde hier die Teamleistung geehrt, aber es ist ein Lob für die gesamte Vereinsarbeit. Jetzt wollen wir die Leistung natürlich bestätigen“, gibt der Vereinsvorsitzende aus.

Christian Rödel/Horst Schreiber

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