Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Starkow freut sich über Festspielpreisträgerin
Vorpommern Stralsund Starkow freut sich über Festspielpreisträgerin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 29.10.2019
Flötistin Tabea Debus während eines Konzerts mit dem Cembalisten Johannes Lang in Starkow.  Quelle: Uwe Rossner
Anzeige
Starkow

„Wir freuen uns sehr für Tabea Debus“, lautet die erste Reaktion von Backstein Geist und Garten. Nach vier Jahren kehrten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in dieser Saison wieder an die Barthe zurück. Ende Juli (OZ berichtete) boten sie dort ein exquisites Barockkonzert. Zusammen mit dem Cembalisten Johannes Lang schloss die Flötistin Tabea Debus die 120 Zuhörer kenntnis- wie detailreich für die Welt des Barocks und zeitgenössische musikalische Impulse auf.

Einhellig verblüfften damals ihr herrliche Ton sowie der lange Atem der bereits international gestandenen Holzbläserin. Dabei blieb es nicht. Die Würzburgerin gehört jüngst zusammen mit dem Barockquartett 4 Times Baroque und dem Orchester ensemble reflector zu den diesjährigen Preisträgern der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. „Tabea Debus überzeugte als virtuose, charismatische Künstlerin, die ihrem Instrument, der Blockflöte, den Weg ins 21. Jahrhundert weist“, äußert Intendant Dr. Markus Fein. Ende November werden die Gewinner im Rahmen der Vorstellung des Gesamtprogramms für 2020 in Schwerin präsentiert.

Eine glückliche Gewinnerin

„Ich bin ganz sprachlos über die große Ehre“, sagt Tabea Debus und fügt hinzu: „Wer hätte das gedacht: Eben genoss ich noch die Traumakustik in St. Jürgen im vorpommerschen Starkow, und plötzlich darf ich mich auf viele weitere Jahre inspirierender Zusammenarbeit mit dem einzigartigen Festspielteam um Dr. Markus Fein freuen.“

Der Verein Backstein, Geist und Garten habe sie zudem mit offenen Armen willkommen geheißen und auch der historische Pfarrgarten sei ihr in bester Erinnerung geblieben. „Ich kann es kaum erwarten, weitere Juwelen in Mecklenburg-Vorpommern zu entdecken und zu bespielen“, so die Gewinnerin des mit 5000 Euro dotierten Wemag-Solistenpreises. Die Blockflöte sei ein unglaublich flexibles, vielfältiges und farbenfrohes Instrument. „Ich freue mich darauf, mit ihr über meinen unkonventionellen Umgang mit alter und neuer Musik neuen Hörerinnen und Hörern zu begegnen!“

Klassik von Weltrang für das Flächenland

Tabea Debus Starkowdebüt bestätigt dem Festspielintendanten Markus Fein erneut, wie überragend wichtig die kleinen Spielstätten im ländlichen Raum sind. Seit der Gründung sei es das erklärte Ziel der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gewesen, klassische Musik von Weltrang in alle Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zu bringen. „Dazu bedarf es eines großen, unermüdlichen und oft ehrenamtlichen Engagements der Menschen vor Ort“, so Fein. In Starkow sei genau dies alles exemplarisch vorhanden.

Ein Tripel mit i-Tüpfelchen

„Wir sind glücklich und dankbar“, äußert dazu Cornelia von Uckro von Backstein, Geist und Garten. Zu Tabea Debus sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende: „Ihr Können hat unsere Zuhörer verzückt.“ Ungeachtet dessen ehrt der Solistenpreis erneut die Starkower Backsteine als Gastgeber. Denn erstmals innerhalb seiner 17jährigen Geschichte spielten die Naturklänge, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und die Opernale innerhalb einer Saison auf. Zum i-Tüpfelchen des diesjährigen Festivaltriples an der Barthe äußert Dr. Gerd Albrecht als Vereinsvorsitzender: „Es ist das Verdienst von Tabea Debus. Wir boten nur den Rahmen.“

St. Jürgen als Konzertkirche

Der jährliche Starkower Fokus auf Barockmusik sei zudem nicht zufällig gewählt. Als erster Pfarrgarten wurde dieser unter Schutz gestellt. Der auf das Pfarrhaus zulaufende barocke Garten ist Kulturgeschichte. Diese müsse sich auch tönend in den Jahresprogrammen wiederspiegeln. Künftig wollen die Starkower einen Schritt weiter gehen: Die Backsteinbasilika St. Jürgen soll als besonderer Klangraum des Küstenvorlandes noch mehr Würdigung erfahren. „Wir wollen sie als Konzertkirche etablieren“, bestätigt Gerd Albrecht. Das diesjährige Festspielkonzert habe das Vorhaben, qualitätvolle Musik im einmaligen Kirchenschiff zu bieten, unterstützt. Gegenwärtig werde deshalb nach Lösungen gesucht, künftig die Anzahl an vorhandenen Sitzplätzen im Gotteshaus auf über 200 anzuheben. „Die ökonomische Balance muss am Ende stimmen“, so Albrecht.

Lesen Sie auch: Bilanz: Festspiele in MV bringen Besucherrekord

Von Uwe Roßner

Am Helios Hanseklinikum in Stralsund sind in der Woche vom 21. bis 27. Oktober 13 Mädchen und Jungen geboren worden. Herzlichen Glückwunsch allen frisch gebackenen Eltern.

29.10.2019

„Es ist was faul im Staate Dänemark“: Auf dem Spielplan in Stralsund stehen „Hamlet“ und „Die Hamletmaschine“ und Gegensätze, Zerrissenheit und Staatskrisen im Fokus.

29.10.2019

An einer Kita und in einer Schule in Stralsund sind Fälle der juckenden Krankheit bekannt geworden. Das bestätigt das Gesundheitsamt des Kreises. Wöchentlich gebe es neue Meldungen, von einem Ausbruch ist allerdings nicht die Rede. Das Schulzentrum am Sund klärt die Eltern nun per Info-Zettel auf.

29.10.2019