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Stralsund Stiftung Meeresmuseum kauft Ozeaneum in Stralsund für einen Euro
Vorpommern Stralsund Stiftung Meeresmuseum kauft Ozeaneum in Stralsund für einen Euro
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11:57 28.12.2018
Blick auf den Eingang des Ozeaneums auf der Hafeninsel. Das Ozeaneum ist das Flaggschiff der Museumslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Eröffnung vor zehn Jahren kamen 6,2 Millionen Besucher. Nun ist die Fusion mit dem Meeresmuseum geplant. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Stralsund

Die beiden größten Museen des Landes - das Ozeaneum und das Meeresmuseum - fusionieren. Nach langer Vorbereitung gehen zum 1. Januar im Rahmen eines sogenannten Asset Deals die Vermögenswerte und die Verträge mit allen Verbindlichkeiten der Ozeaneum GmbH an deren Muttergesellschaft, die Stiftung Deutsches Meeresmuseum, über, wie der Kaufmännische Direktor, Andreas Tanschus, sagte. Der Kaufpreis dafür liege bei einem Euro.

Die Gebäude und Grundstücke des Ozeaneums gehörten bereits der Stiftung und waren bislang an die Ozeaneum GmbH vermietet, die nun zum 1. Januar ihren operativen Geschäftsbetrieb einstellt. Alle 60 Mitarbeiter des Ozeaneums werden übernommen und erhalten mit der Fusion erstmals den um etwa 20 Prozent höheren Tariflohn ihrer Kollegen im Meeresmuseum. Für die Besucher werde sich nichts ändern, betonte Tanschus.

Schon im Sommer hatte der Verwaltungsrat, dem Vertreter von Bund, Land und Stadt, dem Förderverein und Beirat angehören, grünes Licht für den seit etwa zwei Jahren vorbereiteten Zusammenschluss gegeben. Die Leitung der Einrichtungen erwartet mit der Fusion erhebliche Synergien. So mussten bislang Leistungen zwischen beiden Häusern aufwändig verrechnet werden, erläuterte Tanschus. Meeresmuseum und Ozeaneum, die beispielsweise separate Technik- und Verwaltungsabteilungen betrieben, könnten nun die Kräfte bündeln. Die höheren Personalkosten von mehr als 300 000 Euro im Jahr soll durch eine gestiegene institutionelle Förderung abgedeckt werden, die inzwischen bei rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr liege. Tanschus betonte, dass es keine Kündigungen geben werde.

Auch auf den anstehenden Umbau des Meeresmuseums soll sich die Fusion positiv auswirken. In der Umbauphase werde das Haus für etwa zwei Jahre für Besucher schließen müssen. Die in dieser Zeit anstehende Kurzarbeit könne nun auf mehr Mitarbeiter verteilt und damit sozial besser abgepuffert werden.

Weil die Baukosten explodierten, geben Bund und Land statt der jeweils bislang zugesagten 15 Millionen nun je 20 Millionen Euro für den Umbau des Stammhauses. Die Planung der Sanierung eines denkmalgeschützten Komplexes in der Welterbe-Altstadt erweist sich als schwieriger als gedacht: Das Meeresmuseum soll nun erst von 2021 bis zum Frühjahr 2023 – und damit ein Jahr später als ursprünglich anvisiert - wegen der Bauarbeiten schließen. Auch wurden die ursprünglichen Ideen inzwischen eingedampft. Statt des teuren Ringaquariums mit integriertem Besucherfahrstuhl soll es nun ein Großaquarium geben, das zur Unterwasserreise in die Karibik einlädt. Das Aquarium sei dennoch ein Highlight: „Die Scheibe des neuen Aquariums im Meeresmuseum wird doppelt so hoch wie die des großen Schwarmfischbeckens im Ozeaneum“, sagte Tanschus. Auch auf das ursprünglich geplante 3-D-Kino soll aus Kostengründen verzichtet werden.

Mit etwa 760 000 Besuchern sind die vier Einrichtungen des Stralsunder Meeresmuseums die größten Besuchermagnete im Land. Wie alle Museen im Land verloren sie im Supersommer 2018 gegenüber dem Vorjahr Besucher. Im verregneten Sommer 2017 bilanzierte die Stiftung mehr als 842 000 Besucher an allen vier Standorten. Im kommenden Jahr wollen die Einrichtungen mit dem Jahresthema „Unterwasserlärm“ Besucher ins Meeresmuseum und Ozeaneum locken.

Martina Rathke

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