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Stralsund Lutherkirche weiht heute ihr neues Begegnungszentrum ein
Vorpommern Stralsund Lutherkirche weiht heute ihr neues Begegnungszentrum ein
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14:21 29.10.2019
Eingeräumt werden muss noch: Petra Breuer vom Gemeindekirchenrat und Pastor Reinhart Haack standen am vergangenen Donnerstag noch mitten zwischen den Stühlen für die neugestaltete Lutherkirche. Quelle: Jörg Mattern
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Stralsund

Mit einem offiziellen Festakt wird heute das neue Gemeinde- und Begegnungszentrum an der Lutherkirche in der Alten Richtenberger Straße seiner Bestimmung übergeben. Ein gutes Jahr haben die Bauarbeiten für den modernen Anbau an das 1937 eingeweihte Gotteshaus gedauert. Die Kirche wurde in dieser Zeit ebenfalls saniert und erweitert. Entstanden ist ein Schmuckstück, das nun nicht nur Kirchenmitgliedern, sondern allen Anwohner der Tribseeser Vorstadt offen stehen wird.

Der Rundgang mit Pastor Reinhart Haack und Petra Breuer vom Gemeindekirchenrat am vergangenen Donnerstag führte noch über eine Baustelle, auf der vor allem die Elektriker letzte Hand am neuen Begegnungszentrum anlegten. „Das wird noch sportlich, bis zur Eröffnung alles fertig zu haben“, sagt ein optimistischer Reinhart Haack.

Helle Atmosphäre. Kreisrunde Lichtschächte

Was da entstanden ist und welche Möglichkeiten sich für die offene Gemeindearbeit der Lutherkirche im Stadtteil künftig bieten, lässt sich aber bereits erahnen. Das lichtdurchflutete Foyer des Anbaus sorgt für eine helle Atmosphäre. Kreisrunde Lichtschächte in der Decke lassen zusätzliche Helligkeit hinein. Große Fenster sind der Garant für die gewollte Transparenz des Begegnungszentrums. Das große Holzkreuz, das einst über dem Altar hing, ist von außen bereits gut zu erkennen. Für den evangelischen Pastor Haack ist es nicht nur das Zeichen seines Glaubens: „Es steht an dieser Stelle dafür, dass wir uns den Zeitfragen stellen und uns als Kirche den Menschen öffnen.“

Die Gemeinde der Luther-Auferstehungskirche hat Erfahrung mit Stadtteilarbeit. Petra Breuer vom Bauausschuss des Gemeindekirchenrates weist darauf hin, dass die bisherigen Räumlichkeiten schnell zu eng geworden sind, für die Angebote der Gemeinde an Familien mit Kindern, an Jugendliche wie Senioren, die Gesprächskreise und Bibelstunden. Der Neubau bietet nun für all das mehr Platz. Nicht nur im großen Gemeinderaum. Es gibt Räume für die verschiedensten Arbeitsgruppen und sogar für eine künftige Stadtteilkoordination in der Tribseeser Vorstadt. „Mehr Raum also auch für neue Projekte, die wir künftig mit den Anwohnern gemeinsam erschließen wollen“, sagt Petra Breuer.

Kostensteigerung als Herausforderung

„Dass die Hansestadt an unserem Vorhaben so viel Interesse zeigte, war für uns wichtig und hilfreich“, sagt Reinhart Haack. In diesem Fall unterstützte sie das Vorhaben, beantragte gut eine Million Euro Fördermittel aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) und gab selbst einen sechsstelligen Betrag dazu. Die Kostensteigerung im Laufe des Bauvorhabens wurde für die Kirchengemeinde noch einmal zu einer Herausforderung. Um diese aufzufangen, mussten die Eigenmittel noch einmal durch eine Kreditaufnahme aufgestockt werden. Doch Petra Breuer und Reinhart Haack sind optimistisch, dass die bislang hohe Spendenbereitschaft der Kirchenbesucher wie auch von Stralsunder Unternehmen und der „Zeit“-Stiftung dabei mithelfen wird, alle Angebote kirchlicher Arbeit für das Gemeinwesen auch künftig zu untersetzen.

Festgottesdienst mit Pröpstin Helga Ruch am Reformationstag

Vom 31. Oktober bis zum 10. November hat die Kirchengemeinde nun mit vielen ehrenamtlichen Helfern ein buntes wie anspruchsvolles Programm für Stadtteilbewohner und alle interessierten Stralsunder vorbereitet. Dabei ragen der Festgottesdienst mit Pröpstin Helga Ruch am Reformationstag ebenso heraus wie der bunte Familientag am 2. November oder die „Irische Messe“, ein Konzert, das am 9. November der Chor der Lutherkirche gemeinsam mit dem Chor der schwedischen Partnergemeinde St. Hans aus Lund gestalten wird.

Pastor Haack und Petra Breuer sind sich einig: Mit diesen vollgepackten zehn Tagen wird die Gemeinde nicht nur auf das neue Begegnungszentrum aufmerksam machen, sondern vor allem zeigen, was wir damit zu leisten in der Lage sind.

Mehr zu Jörg Mattern.

Von Jörg Mattern

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