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Stralsund Stralsund bekommt neue Kita neben dem „Zwergenhaus“
Vorpommern Stralsund Stralsund bekommt neue Kita neben dem „Zwergenhaus“
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17:32 08.05.2019
Die neue Kita soll zwischen Jahni und Kita Zwergenhaus gebaut werden. Quelle: Ines Sommer
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Stralsund

Die Hansestadt bekommt einen Kinder-Campus. Denn Stadtverwaltung und Arbeiterwohlfahrt haben erste Ideen festgezurrt und sind sich nun einig: Der Ersatz für den geplatzten Kita-Neubau der „Spielkiste“ an der Mühlenbastion soll an der Karl-Marx-Straße gebaut werden – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita Zwergenhaus, gleich hinter der Jahn-Sportstätte.

Vier Millionen Euro für knapp 200 Kita-Plätze

Der Awo-Kreisverband will vier Millionen Euro in das Bauprojekt investieren. „Wir planen ein Haus mit 192 Plätzen. Mehr ist auf Grund der räumlichen Grenzen nicht möglich, denn wir müssen ja für jedes Kind eine bestimmte Flächenzahl vorhalten“, sagt Peter Reizlein, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Vorpommern, auf OZ-Anfrage.

Das heißt: In dem Zweigeschosser werden später 60 Kindergartenkinder und 132 Mädchen und Jungen im Hort betreut. „Damit ist klar, dass es trotzdem noch Hortgruppen in der Gerhart-Hauptmann-Schule geben wird, weil der Bedarf einfach sehr groß ist.“

Mit dem Neubau in L-Form will der Träger durchaus von der Nachbarschaft zum „Zwergenhaus“ profitieren. „Das macht ja Sinn, wenn ein Träger nebeneinander zwei Kitas betreibt. Beide Häuser können zum Beispiel den Sportraum in der schon bestehenden Einrichtung nutzen“, erklärt die kaufmännische Leiterin, Dr. Catrin Dohse.

Bürgerschaft gab grünes Licht

Die Bürgerschaft hatte bereits einer Umwidmung der Fläche zugestimmt. Allerdings nicht ohne Bedenken, denn der Bolzplatz, der dem Bauvorhaben nun zum Opfer fällt, war zwar keine offizielle Stralsunder Sportstätte, wurde aber für Trainingszwecke und Notfälle dringend gebraucht. „Wir sind froh, dass man sich für die Kita und damit für junge Familien entschieden hat“, so Peter Reizlein, der unterstreicht, dass die Stadt das neue Awo-Projekt zu jeder Zeit gut unterstützt habe.

Das Baugrundstück werde die Arbeiterwohlfahrt von der Stadt über Erbbaurecht pachten. „Das wird jetzt mit der Vermessung der Fläche vorbereitet. Zum Glück passt das Bauvorhaben ansonsten in den bestehenden B-Plan, so dass da keine Änderung mehr nötig ist.“

Bauantrag wird vorbereitet

Zeitgleich bereitet der Kita-Träger den Bauantrag vor. „Wir denken, dass wir den im Juni einreichen können“, so Catrin Dohse und ergänzt: „Vielleicht haben wir dann bis Jahresende grünes Licht, so dass wir Anfang 2020 mit den Bauarbeiten starten können.“ Ende 2021 könnten dann die Umzugswagen rollen.

Kinder bleiben bis Fertigstellung in der „Spielkiste

Bis dahin bleiben die rund 200 Mädchen und Jungen aus vier Kindergarten- und sechs Hortgruppen in der „Spielkiste“. Mit anderen Worten: Zwei Jahre müssen die Eltern und Knirpse noch durchhalten. Da die Awo für die „Spielkiste“ eine Baugenehmigung hat, die drei Jahre gültig ist, sei man da nicht unter Druck.

Die fehlende Unterbringung war vor einem halben Jahr genau der Grund, warum das Projekt „neue Spielkiste“ trotz hart erkämpfter Baugenehmigung scheiterte, und das, nachdem die Awo seit 2006 um das Projekt gerungen hatte. Wie die OZ im Herbst 2018 berichtete, fand man aber einfach keine rentable Zwischenlösung. Eine vorübergehende Betreuung auf dem Dänholm – eine andere Variante für über 200 Kinder gab es nicht – wäre zu aufwändig und damit zu kostspielig gewesen, hieß damals die Begründung.

Anderer Träger könnte Mühlenbastion für neue Kita nutzen

Andererseits: Ist die Ersatz-Kita fertig, kann am Standort Mühlenbastion trotzdem noch eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Das allerdings ohne die Awo. „Wir haben jetzt ein großes Neubauprojekt und betreiben dann zwei Kitas quasi als Kinder-Campus. Das ist für diesen Bereich genug. Das haben wir der Stadt auch so mitgeteilt und geben das Areal gern ab“, betont der Awo-Chef.

Also Ring frei für andere Bewerber. Da eine Baugenehmigung vorliegt, gibt es bestimmt schnell andere Interessenten.

Ines Sommer

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