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Stralsund Stralsund ist Europameister! – Im Rennen der Wasserstoffautos
Vorpommern Stralsund Stralsund ist Europameister! – Im Rennen der Wasserstoffautos
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19:44 11.07.2019
Das ThaiGer-Team der Stralsunder Hochschule beim feierlichen Empfang zurück in der Hansestadt. Auf dem Podest: Der Sieger-Flitzer. Quelle: Kay Steinke
Stralsund

Stralsund ist Europameister! Anfang Juli hat das studentische ThaiGer-H2-Racing Team der Hochschule den wichtigsten Titel des Shell Eco-marathons in London gewonnen – und damit die Europameisterschaft an den Sund geholt. Und das zum dritten Mal in Folge.

Thaiger IV on 🔥

Gepostet von ThaiGer-H2-Racing Team, Hochschule Stralsund am Freitag, 15. Juni 2018

Für Fahrerin Janika Schmeiser (22) war es kein leichter Wettbewerb. Die 15 Teams in der Kategorie der wasserstoffbetriebenen Prototypen mussten eine kurvenreiche Strecke in der Mercedes-Benz World bewältigen. Schon beim ersten der vier Versuche gab es Probleme. Er war ungültig. „Der Motor sprang nicht an“, sagt Ersatzfahrerin Annika Döring (22). Die angehende Wirtschaftsingenieurin ist seit drei Jahren im ThaiGer-Team und laut eigener Aussage die „Orga-Team-Mutti.“ „Erst im vierten Versuch sind wir bei 1083 km/m³ Wasserstoff gelandet und haben damit einen neuen Teamrekord aufgestellt“, sagt sie.

Dieses Team hat den Titel geholt:

Diese Stralsunder sind echte Champions. Das ThaiGer-H2-Racing Team der Hochschule hat Anfang Juli in London das Effiziensrennen der Wasserstoffautos gewonnen. Zum dritten Mal in Folge. Die OZ zeigt exklusive Bilder vom Wettkampf der Studenten auf der britischen Insel.

„Ein bisschen Glück und viel ingenieurstechnisches Know-how gehören dazu, so einen Titel einzufahren“, sagt Projektleiter Johannes Gulden, der seine Studenten begleitete. Bei dem Rennen geht es um Effizienz. In 39 Minuten mussten elf Runden (14 Kilometer) zurückgelegt werden. Es gewinnt nicht das schnellste Team, sondern das mit dem geringsten Verbrauch. Ziel der ThaiGer war es die 1100 km/m³ zu knacken. „Das wäre möglich gewesen“, sagt Annika Döring. Denn das selbstgebaute Fahrzeug wurde von den Studenten entsprechend verbessert. Allein die Brennstoffzelle, die den E-Motor antreibt, sei um 10 Prozent effizienter gewesen als im Vorjahr.

Da ist der Pott! Annika Döring (22) mit dem begehrten Pokal auf der Siegerehrung. Quelle: Kay Steinke

ThaiGer 7 noch in der Werkstatt

Noch besser wäre der neuste Rennwagen. Doch ThaiGer 7 steht in der Werkstatt. „Wir sind mit Nummer 6 angetreten“, sagt Lukas Hopfer (19). Der Student der regenerativen Energien hat in allen Bereichen des 25-köpfigen Teams mitgeholfen – nur nicht bei den Finanzen. „Wir sind auf Sicherheit gegangen“, erklärt Hopfer. „ThaiGer 7 hat neuen Motor, neue Brennstoffzelle und ist 25 Zentimeter kürzer. Dennoch war er 500 Gramm schwerer.“

Darum ist das Gewicht so wichtig

Das Gewicht spielt eine wichtige Rolle. Mit rund 52 Kilo ist die Fahrerin Schmeiser eine der leichtesten, sie liegt knapp über dem Mindestgewicht von 50 Kilo. Auch die 22-Jährige ist schon länger dabei – bereits 2017 hatte sie die Stralsunder zum Titel gesteuert. „Es ist fast wie beim Mopedfahren“, erklärt Hopfer. „Man liegt auf dem Rücken, guckt nach vorne und gibt mit dem Daumen Gas.“ Durchschnittlich liegt das Tempo bei 25 km/h. „Es fühlt sich aber an wie Tempo 50.“

Der Rennwagen ThaiGer 6 wird von einem E-Motor mit Brennstoffzelle angetrieben. Quelle: Kay Steinke

Sechs Nationalitäten schraubten am Rennwagen

Nicht alle konnten mit nach London. Einige der ausländischen Studierenden bekamen kein Visum. „Sechs Nationalitäten haben zusammengearbeitet“, sagt Döring stolz. Unter anderem aus Indien, Aserbaidschan, Pakistan und Brasilien. Wilson Costa Duarte aus Sau Paulo ist frisch im Team. „Ich bin seit März in Stralsund und habe das Projekt auf der Website gesehen“, sagt er. „Da wollte ich dabei sein.“ Er hätte an den Bremsen und an ThaiGer 7 mitgebaut. „Wir sprechen English und Deutsch“, sagt er. „Nur bei Fachbegriffen wird es schwierig.“

Das Wasserstoffauto auf der Rennstrecke. Quelle: ThaiGer Racing

So wichtig ist das Projekt für die Stralsunder Hochschule

„Solche Projekte machen die Verzahnung von Theorie und Praxis live erlebbar“, lobt Hochschul-Rektorin Petra Maier. „Unsere Studentinnen und Studenten sind mit Herzblut dabei. Trotz den Prüfungen. Und das mit so viel Erfolg. Dazu kann ich nur gratulieren“, sagt sie auf dem Empfang des Teams vor der Hochschule. Dass in Stralsund großes Potential für künftige Ingenieure der Spitzenklasse ist, zeigte sich darüber hinaus in der Schüler-Kategorie: Das Team Greendrive, die von der Hochschule mitbetreute Mannschaft vom Schulzentrum am Sund , sicherte sich den 5. Platz in der Schülerwertung.

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Kay Steinke

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