Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Stralsunder hofft auf Stammzellen-Spende
Vorpommern Stralsund Stralsunder hofft auf Stammzellen-Spende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:03 09.01.2019
Feuerwehrmann Daniel A. hofft auf einen passenden Stammzellen-Spender. Bei dem Stralsunder wurde vor wenigen Wochen Blutkrebs diagnostiziert. Quelle: A. Redlich
Anzeige
Stralsund

Es ist ein Rettungseinsatz der anderen Art für die Kameraden aus Schaprode und Stralsund. Diesmal hilft kein Löschfahrzeug und dennoch geht es um Leben und Tod. Ob die Kameraden mit ihrer Aktion Erfolg haben, das werden sie erst in einigen Monaten wissen.

Wenige Wochen alt ist die Diagnose des Feuerwehr-Manns Daniel A.. Der 26-Jährige aus Stralsund leidet an Blutkrebs. „Daniel ist immer einsatzbereit, um anderen zu helfen. Er ist seit Jahren bei der Stralsunder Feuerwehr engagiert und auch in seinem alten Heimatort Schaprode noch regelmäßig im Einsatz. Jetzt braucht er dringend selber Hilfe“, sagt Andreas Redlich, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Stralsund. Die Transplantation von Stammzellen sei die einzige Überlebenschance für den 26-Jährigen.

Schwierige Suche nach dem genetischen Zwilling

Einen passenden Spender zu finden, ist dabei die größte Herausforderung. Damit eine Stammzellenspende Wirkung zeigt, müssen verschiedene genetische Merkmale möglichst ähnlich sein. Eine exakte Übereinstimmung gibt es nur bei eineiigen Zwillingen.

Die Nachricht von der Erkrankung des Kameraden, erreichte den Stralsunder Wehrleiter kurz vor den Weihnachtsfeiertagen. „Man ist natürlich erstmal geschockt, aber dann kam auch schnell die Frage auf, was wir tun können, um Daniel zu helfen“, sagt Redlich. Bei der Suche nach dem passenden Spender wollen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Stralsund und Schaprode nun gemeinsam mit der Organisation DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) helfen. Die Organisation verwaltet eine Datei mit Zehntausenden potenziellen Spendern – vernetzt mit ähnlichen Organisationen im In- und Ausland.

Aktionstag im Feuerwehrhaus

In Stralsund werden die Kameraden am 27. Januar eine große Aktion im Feuerwehrhaus in der Seestraße 9 organisieren. An diesem Tag ist zwischen 11 und 16 Uhr auch die Registrierung der eigenen genetischen Merkmale möglich – in der Hoffnung einen passenden Spender zu finden. Daneben soll die Aktion auch Geldspenden für die DKMS einbringen, denn die Laboranalyse der Speichelproben kostet viel Geld – pro Freiwilligem rund 35 Euro. Und es sollen möglichst mehrere Tausend werden. Das hoffen die Organisatoren um Feuerwehrmann Steffen Dreßler. „Wir haben schon viele Rückmeldungen bekommen – aus der ganzen Bundesrepublik und sogar aus dem Ausland. Es ist toll zu sehen, wie viel Hilfsbereitschaft da gezeigt wird“, sagt er. Dreßler steckt da hohe Ziele: „Ich gehe davon aus, dass wir mehrere Tausend Menschen dazu bringen werden, sich registrieren zu lassen.“ Das sei nicht nur für seinen Kameraden wichtig, sondern könne natürlich auch anderen Erkrankten Hilfe bringen. Die Schirmherrschaft für die Aktion der Feuerwehren hat Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) übernommen.

In Stralsund und der Region gibt es durchaus noch Luft nach oben bei der Zahl der potenziellen Spender. Bei der DKMS sind derzeit etwas mehr als 4000 Menschen aus der Stadt mit ihren Gewebemerkmalen registriert, erläutert Mitarbeiterin Julia Runge. Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern waren es zum Jahresende rund 85 000. Zuwachs erhalte die Datei vor allem durch gezielte Aktionen. Viele Menschen würden auf das Problem erst aufmerksam, wenn es einen Krankheitsfall in ihrem eigenen Lebensumfeld gibt, so Runge.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 13 000 Menschen an Blutkrebs. Die Krankheit stört die Bildung weißer Blutkörperchen. Die fehlgebildeten Zellen breiten sich in der Blutbahn, den Organen und im Knochenmark aus und behindern die normalen Körperfunktionen.

Carsten Schönebeck

Die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair vermietet zwei Flugzeuge an Germania. Eines davon startet künftig von Rostock aus. Damit hilft die Airline zugleich, die Auslastung des Flughafens Rostock-Laage zu verbessern.

09.01.2019

Der ehemalige Abteilungsleiter der Stadtverwaltung Stralsund war vom Amtsgericht Stralsund wegen Vorteilsnahme im Amt verurteilt worden.

08.01.2019
Stralsund Investitionen in Trink- und Abwasser - Rewa verbaut Millionen für neues Kanalnetz

Regionaler Wasserversorger investiert an Tribseer Damm, Großer Parower und Naumann-Straße weiter in die Sanierung. An Hainholz- und Wallensteinstraße gibt es neue Baustellen.

08.01.2019