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Stralsund Gedenkstunde auf Stralsunder Friedhof
Vorpommern Stralsund Gedenkstunde auf Stralsunder Friedhof
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10:42 24.11.2019
Der Zentralfriedhof Stralsund lädt am Totensonntag zu einer Gedenkstunde in die Trauerhalle ein. Quelle: Martin Jeschke
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Stralsund

Ein Ort der Erinnerung, den die Menschen brauchen. Ein Ort der Trauer, aber auch der Erholung und des Sinnens. „Gerade zum Ewigkeitssonntag kommen viele Menschen auf den Friedhof, um ihrer Verstorbenen zu gedenken“, sagt Timo Viecens, Betriebsleiter des Stralsunder Zentralfriedhofs. „Wir werden an diesem Tag zu einer Gedenkstunde in unsere Trauerhalle einladen“, erklärt sein Stellvertreter, Martin Jeschke. Gemeinsam mit dem Musikhaus Sitte wird zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr ein Programm gestaltet, das zwischen Besinnlichem und Nachdenklichem wandelt.

Derzeit sind die Mitarbeiter dabei, alles für den Sonntag vorzubereiten. „Und das bedeutet nicht nur, dass wir kräftig dabei sind, des Laubs Herr zu werden“, erklärt Martin Jeschke. Am Eingang des Friedhofs werden zusätzlich Grabgestecke verkauft und im Moment laufen außerdem Bauarbeiten an dem sogenannten Parkplatz Nord, der sich an der Prohner Straße befindet. „Das ist notwendig, weil unser Platz am Haupteingang an solchen Tagen, wie dem Totensonntag, wenn viel Betrieb ist, nicht ausreicht.“ Außerdem konnten durch die neue Gebührensatzung, die im Jahr 2018 in Kraft getreten ist, neue Technik angeschafft und auch die Hauptwege umfangreich ausgebessert werden. Um das 28 Hektar große Gelände mit seinem Bestand von 3500 Bäumen kümmern sich insgesamt 19 Mitarbeiter, weitere vier sitzen in der Verwaltung.

„Unser Baumbestand ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Martin Jeschke. „Jährlich werden Kontrollen durchgeführt, dafür qualifizieren wir auch unsere Mitarbeiter weiter.“ Vier Wochen im Jahr sind Baumkletterer im Einsatz, die dann hoch über der Erde Baumpflegearbeiten durchführen. Natürlich sei der Friedhof mit seinem parkähnlichen Charakter auch ein Ort der Erholung, doch „in erster Linie geht es bei uns um Bestattungen“, betont Martin Jeschke. „Uns ist es wichtig, dieses Thema aus der Tabu-Ecke zu holen“, sagt Timo Viecens. „Deshalb können wir auch nur immer wieder darauf hinweisen, dass man sich bei uns jederzeit zu den Sprechzeiten umsehen und informieren kann und nicht erst, wenn ein trauriger Fall eintritt.“

Natürlich habe der Friedhof auch damit zu kämpfen, dass sich Menschen nach Alternativen umschauen. „Bei 50 Prozent der Sterbefälle entscheiden sich die Hinterbliebenen für eine Seebestattung“, sagt Martin Jeschke. „Dabei ist es für Trauernde und die Hinterbliebenen so wichtig, dass sie einen Ort haben, an dem sie trauern können“, ist er überzeugt. Ein Begräbnisplatz sei ein Ort der Bewahrung des Andenkens an einen lieben Menschen und zudem ein wichtiger Ort, an dem man sich mit dem Verstorbenen verbunden fühlt. Gerade ein individuell gestaltetes Grab könne Hinterbliebenen wertvolle Hilfe bei der Bewältigung des Verlustes sein.

Es sei ein Irrglaube, erklärt Jeschke, dass ein Grab auch immer gleich große Verpflichtung bedeute. „Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten“, erklärt der stellvertretende Betriebsleiter. Unter anderem auch die Variante, dass die Friedhofsverwaltung für die Pflege eines Grabs verantwortlich ist. „Vielen ist nicht klar, wie viele Arten der Bestattung es bei uns gibt. Da hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert“, sagt Martin Jeschke. Die vorherige Leiterin des Friedhofs, Eva Schubert, habe da eine wichtige Vorarbeit geleistet. „Wir bauen auf einer guten Basis auf.“ Natürlich müsse man darauf reagieren, dass viele Menschen nicht den Weg zum Friedhof suchen. „Wir schauen uns da auch auf vergleichbaren Friedhöfen um.“ Doch viele Vorteile lägen eben auf der Hand: „Wir liegen sehr zentral, sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und haben eine gut entwickelte Infrastruktur“, sagt Timo Viecens.

Von Miriam Weber

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