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Stralsund Stralsunder Hafeninsel: So teuer soll der Umbau werden
Vorpommern Stralsund Stralsunder Hafeninsel: So teuer soll der Umbau werden
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06:06 25.04.2019
Für 11,5 Millionen Euro plant die Stadt Stralsund eine umfangreiche Sanierung der Hafeninsel. Das sei nur eine erste Überschlagsrechnung, heißt es aus dem Rathaus. Trotzdem verbittet man sich jede Skepsis gegenüber dieser Zahl. Quelle: SES mbh
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Stralsund

Die guten Nachrichten über Fördermillionen aus Berlin für die Hafeninsel sorgten Anfang April für Jubel im Stralsunder Rathaus. Bürgermeister Alexander Badrow sprach vom „schönsten Freitag seit Langem“, als die Bestätigung kam, dass der Bund sich an der Neugestaltung des Hafenareals beteiligt. Da könnte beinahe in Vergessenheit geraten, welch enorme Schäden in den Wochen zuvor an den Kais dokumentiert wurden. 10,35 Millionen Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ – wird das ausreichen um den Hafen wieder fit zu machen, der derzeit an vielen Stellen wegen Einsturzgefahr abgesperrt ist? Die Aussagen aus dem Rathaus hören sich nun anders an, als noch vor einigen Wochen.

In der Stadtverwaltung gibt man sich nun zuversichtlich, wenn die Details des Vorhabens auch noch schwammig sind. Bei Voruntersuchungen im vergangenen Herbst und Tauchgängen in den ersten Wochen diesen Jahres wurden „erhebliche Korrosionsschäden“ an mehreren Spundwänden festgestellt. Auch problematisch: Die letzten Sanierungsarbeiten an den betroffenen Bereichen unter Wasser liegen Jahrzehnte zurück. Die Aktenlage für die Bauexperten ist dürftig. Was allein die Instandsetzung kosten wird, dazu wollte man sich bei einer Pressekonferenz im Februar nicht äußern. Man könne von einem hohen siebenstelligen oder gar einem achtstelligen Betrag ausgehen, hieß es vom zuständigen Abteilungsleiter Stephan Bogusch. Konkretere Zahlen wären Spekulation. Die Schäden seien in Teilen aber massiver, als man zunächst angenommen hatte.

Dennoch, so stellt es die Stadt nun dar, habe man bereits Monate zuvor eine konkrete Schätzung der Kosten vorgenommen und nach Berlin gegeben. Und auf die wird nun gepocht. Mit einer sogenannten „Projektskizze“ hatte sich Stralsund beim Innenministerium um die Fördergelder bemüht. „Erste Ergebnisse der Voruntersuchung gab es genau zu der Zeit, als die Unterlagen erarbeitet wurden. Insofern konnten wir das schon berücksichtigen“, betont Peter Koslik, Pressesprecher der Stadt. Die Projektskizze, die man im November kurzfristig erstellt hatte, umfasse demnach die Instandsetzung der Spundwände und die Neugestaltung des Areals. Dazu zählt auch eine Freitreppe über die gesamte Breite des Hansakais, die bis ins Wasser reicht. Die veranschlagte Summe belaufe sich auf 11,5 Millionen Euro, von denen der Bund nun bis zu 10,35 Millionen übernehmen würde. „Davon werden die Stadt, seine Bewohner und Gäste außerordentlich profitieren und das Hafenareal an Attraktivität und Aufenthaltsqualität weiter gewinnen“, kommentierte die Bundestagsabgeordnete Kerstin Lassner (Linke), die als Mitglied einer Jury über die deutschlandweiten Einreichungen urteilte.

Skepsis gegenüber der Kostenschätzung will man in der Verwaltung nicht gelten lassen. Natürlich sei das nur eine erste Überschlagsrechnung, so Koslik. „Aber jetzt anzunehmen, dass es am Ende teurer wird, das ist wie ein Blick in die Glaskugel“, ergänzt er. Für die Stadtverwaltung gebe es allerdings in einem solchen Falle keinen Plan B, um eine höhere Summe zu stemmen. Eher müsse man dann Abstriche bei der Umgestaltung des Areals machen, so der Pressesprecher.

Bis mehr Klarheit über Kosten und Details des Vorhabens besteht, wird ohnehin noch viel Zeit vergehen. Man stehe noch ganz am Anfang. Nun gelte es die Planung zu konkretisieren und die Details in Berlin vorzustellen. Anders als bei der Praxis von Fördermitteln im Land handle es sich aber um eine feste Zusage, auch wenn die Details noch ausstehen, so Koslik. Mit einem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten sei frühestens im nächsten Jahr zu rechnen. Und auch dann würden wohl noch drei Jahre ins Land ziehen, bis der Umbau abgeschlossen ist.

Carsten Schönebeck

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