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Stralsund Stralsunder Kulturkirche zeigt Werke aus China und Deutschland
Vorpommern Stralsund Stralsunder Kulturkirche zeigt Werke aus China und Deutschland
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15:00 07.09.2019
Fünf unterschiedliche künstlerische Handschriften sind in der neuen Ausstellung „Perspective matters“ zu sehen, die am Donnerstagabend in der Kulturkirche St. Jakobi eröffnet wurde: Chen Yan und Cao Xingyuan aus China, Wolfgang Weber, Grit Piolka und Hendrike Weber aus Stralsund (v.l.). Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Das dürfte es bisher noch nicht gegeben haben: Deutsche Künstler präsentieren gemeinsam mit chinesischen Kollegen in der Stralsunder Kulturkirche ihre Arbeiten. Mit der Exhibition „Perspective matters“, die am Donnerstagabend im Kirchenschiff des Gotteshauses eröffnet wurde, ist ein künstlerischer Brückenschlag zwischen den zwei Nationen gelungen.

Die beiden chinesischen Künstlerinnen Cao Xingyuan, die an der renommierten Stanford University (USA) promoviert hat, und Chen Yan, die als Professorin an der Universität Hainan in China lehrt, zeigen in St. Jakobi Arbeiten, in denen die Grenzen zwischen Realismus und Abstraktion verschwimmen.

Bei den Objekten, Malereien und Skulpturen der drei deutschen ausstellenden Künstler Hendrike Weber, Grit Piolka und Wolfgang Weber lösen sich ebenso die Grenzen zwischen figurativer und nonfigurativer Ausdrucksweise nahezu auf. Auf den Bildern der beiden chinesischen Künstlerinnen finden sich auch Stralsund-Ansichten wider, auf denen funktionale Gebäude wie beispielsweise das denkmalgeschützte Lotsenhaus an ein Gotteshaus mit neogotischer Spitze erinnern.

Die Stralsunder Keramikerin Hendrike Weber stellt in St. Jakobi Arbeiten aus, die eine Zäsur zu ihrem bisherigen Schaffensprozess darstellen: Zwei sehr unterschiedliche keramische Techniken und Ausdrucksformen treffen hier aufeinander. Die weißen Figuren aus Limoges Porzellan sind im Elektroofen bei 1220 Grad gebrannt.

Diese harte Porzellanmasse macht es möglich, den Figuren diesen durchscheinenden und filigran-zerbrechlichen Ausdruck zu verleihen. Im Gegensatz stehen dazu die Gefäße aus eisenhaltigem Ton. Diese sind im Rauchbrandverfahren hergestellt, eines der ältesten Brennverfahren in der Töpferkunst. Die durch das offene Feuer entstehenden Flammenspuren bleiben erhalten und machen so den Entstehungsprozess auf dem polierten Scherben der Kugelvasen deutlich.

Der Bilderzyklus zu Dante Alighieris (1265-1321) die Göttliche Komödie entstand 2018/19 und enthält ca. 20 Arbeiten in Mischtechnik auf Leinwand. Das Werk ist sehr vielschichtig und nicht in einer einzigen eindeutigen Aussage zu fassen, so dass auch dieser Bildzyklus nur einen Teilaspekt der Darstellungsmöglichkeiten wiedergeben kann und sich vor allem mit der farblich rhythmischen Reise in diese kunstvolle Welt auseinandersetzt.

Die dritte deutsche Künstlerin ist Grit Piolka, die 1963 geboren ist und im Erzgebirge aufwuchs. Sie studierte Malerei/Grafik an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Die Arbeiten Piolkas bestechen durch ihre pastös aufgetragenen Schichten, unter denen figurative Elemente hervorscheinen.

Von Christian Rödel

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