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Stralsund Stralsunder Polizei sucht Zeugen: Löste Feuerwerk den Großbrand aus?
Vorpommern Stralsund

Stralsunder Polizei sucht Zeugen: Löste Feuerwerk den Großbrand aus?

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11:18 14.07.2021
Fotos vom Brand Barther Straße
Fotos vom Brand Barther Straße Quelle: privat
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Stralsund

Der Großbrand in der Barther Straße beschäftigt weiterhin die Stralsunder Polizei. Nach ersten Ermittlungen geht die Kriminalpolizei von fahrlässiger Brandstiftung aus. Mit einem öffentlichen Aufruf suchen die Beamten nun nach Zeugen.

So soll der Brand in den frühen Morgenstunden des 12. Juli durch ein pyrotechnisches Erzeugnis ausgelöst worden sein. Der Ausbruch liegt zudem zeitlich im engen Zusammenhang mit dem Finalspiel der Fußball Europameisterschaft am Sonntagabend, dem 11. Juli 2021, zwischen England und Italien.

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Polizei sucht nun Zeugen

Die Beamten richten sich mit folgender Frage an die Öffentlichkeit: Hat jemand beobachtet, dass kurz nach Ende des Spiels in der Barther Straße Feuerwerk oder Raketen gezündet wurden? Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sich beim Polizeihauptrevier Stralsund unter der Telefonnummer 03831/28900, oder über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Gutachter schließt technische Ursache aus

Bei dem Brand des Mehrfamilienhauses entstand ein Schaden von mehr als einer Million Euro. Ein Gutachter hatte die Brandruine am Montag untersucht und schloss eine technische Ursache für den Ausbruch aus.

An diesem Seiten-Balkon ist der Brand ausgelöst worden. Quelle: Christian Rödel

Feuer brach vermutlich auf Balkon aus

Das Feuer war kurz nach Mitternacht in der zweiten Etage des Wohnhauses ausgebrochen, das einst als Berufsschule genutzt wurde. Die Flammen hatten schnell auf den Dachstuhl übergegriffen, der komplett ausbrannte. Ausgangspunkt soll ein Balkon gewesen sein. Das Wohnhaus mit mindestens zehn Wohnungen ist nicht mehr bewohnbar, die Statik muss noch überprüft werden.

Zwölf Bewohner mussten fliehen

Zur Brandzeit waren zwölf Bewohner im Haus, die aber alle selbst fliehen oder gerettet werden konnten. Sie blieben unverletzt. Mehrere Autos der Bewohner wurden von herabfallenden Dachziegeln zum Teil stark beschädigt. Etliche der Hausbewohner wurden noch in der Brandnacht in einem Motel untergebracht, das einem der betroffenen gehört.

Von kst