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Stralsund Stralsunder Schüler reisen in die Karibik
Vorpommern Stralsund Stralsunder Schüler reisen in die Karibik
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06:00 30.05.2019
Die IGS Grünthal nimmt am Erasmus+ Projekt „21st Century Skills“ teil und war in diesem Jahr für einen Austausch auf der Insel Martinique. Quelle: privat
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Stralsund

„Wir sind infiziert mit Erasmus+“, sagt Lale Rüting mit einem Lachen. Die Achtklässlerin der IGS Grünthal gehört zu den Teilnehmern des von der Europäischen Union geförderten Projektes „21st Century Skills“.

Aber was bedeutet das und warum sind Lale und ihre Mitschüler infiziert? Der Reihe nach. Sechs Schulen arbeiten beim Erasmus+ Projekt zwei Jahre gemeinsam unter der Überschrift „21st Century Skills“, was übersetzt „Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts“ bedeutet. Neben der IGS aus Stralsund gehören Schulen aus Le Lamentin in Frankreich, Athen in Griechenland, Candelaria in Spanien, Olhão in Portugal und Lohja in Finnland dazu. Natürlich geht es auch darum, sich gegenseitig zu besuchen, doch vor allem sollen mit den Partnern innovative Lehr- und Lernmethoden ausgetauscht und geschaut werden, welche Möglichkeiten das 21. Jahrhundert bietet, um die Motivation der Schüler für das Lernen zu erhöhen. Dafür laufen bei diesem Projekt die Fäden in der IGS Grünthal als koordinierende Schule zusammen.

Beeindruckende Karibik

Auf einen der wohl spannendsten Besuche durften Lale und ihre Mitschüler Til Schumann und Jessica Cordes die Lehrerinnen Jana Piotraschke und Ines Hollatz nun begleiten: Sie waren für eine Woche zu Gast auf der französischen Insel Martinique. „Es war eine fantastische Woche, die uns so viel gebracht hat“, schwärmt Til Schumann und Jessica Cordes ergänzt: „Wir würden es immer wieder tun und werden noch ganz lange an unsere unglaubliche Zeit in der Karibik zurückdenken.“

Dabei war für die Nordlichter nicht nur genial, dass es mitten im Mai hochsommerliche Temperaturen waren, die sie erwarteten, sondern das Programm war „umwerfend, spannend und vielseitig“.

Schüler und Lehrer der IGS Grünthal haben im Rahmen des Erasmus+ Projektes „21st Century Skills“ an einer Reise auf die Insel Martinique teilgenommen.

Eintauchen in das Inselleben

„Wir haben in Gastfamilien gelebt und konnten viel Englisch sprechen oder sogar unsere Französischkenntnisse auffrischen“, sagt Lale. Neben Museumsbesuchen und Städtetouren standen auch immer wieder Strandbesuche auf dem Plan. „Zum Glück“, wie Lale sagt, denn „bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit war es einfach nur herrlich, zusammen schwimmen zu gehen und im Wasser umherzutollen.“

Aufregend war es für die internationalen Jugendlichen, denn aus den anderen teilnehmenden Ländern waren ebenfalls Schüler angereist, Gommier zu fahren. „Das ist ein Segelboot, das nach dem Baum, aus dem es gefertigt wurde, benannt ist“, erklärt Til. „Als wir ankamen und die dünnen Boote sahen, ermutigte uns das nicht“, erinnert sich der Schüler. In gemischten Teams ging es in die Boote. „Es war beängstigend, weit außerhalb des Bootes auf schmalen Holzplanken zu sitzen, um das Boot im Gleichgewicht zu halten. Dazu mussten wir sehr gut im Team zusammen arbeiten. Doch schon nach wenigen Metern war bei uns allen die Angst verflogen und wir hatten echt viel Spaß“, sagt Til.

Staunen auf dem Meeresgrund

Beeindruckt waren alle von einem besonderen Tag am Meer auf einer kleinen Insel. Dort ging es nicht nur darum, Flora, Fauna und Merkmale des Atlantischen Ozeans kennenzulernen, sondern die Schüler durften auch an einem Schnorchelkurs teilnehmen. Lale erinnert sich, dass sie beim Schnorcheln verschiedene Korallen und Fische entdeckt haben und sogar eine Seegurke abfassen durften. „Durch die Taucherbrille konnten wir aber auch Seeigel sehen, die mit ihren Stacheln sehr beeindruckend wirken.“

Doch es stand noch viel mehr auf dem pickepacke vollen Programm: Besuch in einem Museum in der einstigen Hauptstadt Martiniques Saint-Pierre, die im Jahr 1902 innerhalb von wenigen Minuten durch einen Vulkanausbruch zerstört und später wieder aufgebaut wurde, in Kunstausstellungen, das Lernen des traditionellen Tanzes Bélé oder das Singen kreolischer Lieder – und immer wieder das Ausprobieren des landestypischen Essens.

Alltag in der Schule

Doch natürlich gab es für die Schüler im Rahmen des Projektes auch einiges zu tun. „Wir haben das Collège Edouard Glissant kennengelernt“, sagt Jessica und erklärt, dass man an dieser Schule nur mit langer Hose oder knielangen Röcken das Gebäude betreten darf. Nach zwei musikalischen Workshops ging es für die Schüler zur Sache. „Jedes Team der teilnehmenden Länder hatte zwei Präsentationen vorbereitet. In der ersten ging es um die Dauer, Strecke und Kosten der Anreise, in der zweiten präsentierte jeder einen typischen Beruf aus der Heimatregion.“ Und was liegt da näher, als dass die Stralsunder den Beruf des Schiffsbauers vorgestellt haben? „Hauptsächlich sind wir auf die Volkswerft und deren Bedeutung für Stralsund eingegangen“, erzählt Jana Piotraschke.

Neue Freunde und Tränen zum Abschied

Nach auch nach so vielen beeindruckenden Erlebnissen und Erfahrungen, ging auch diese Fahrt zu Ende. Für die Hansestädter ist es schwierig, ein Highlight aus dieser Woche zu benennen, denn eigentlich war alles einzigartig schön. „Zum Abschied flossen schon ein paar Tränen, aber wir haben uns alle versprochen, miteinander im Kontakt zu bleiben“, sagt Jessica.

Miriam Weber

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