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Stralsund Stralsunder Triathlon bringt den Sund zum Brodeln
Vorpommern Stralsund Stralsunder Triathlon bringt den Sund zum Brodeln
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16:05 01.09.2019
Teilnehmer laufen beim Massenstart in den Strelasund. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Der neue Triathlon in der Hansestadt hat am Sonnabend eine gelungene Premiere gefeiert. Rund 700 Sportler und damit 200 mehr als ursprünglich anvisiert gingen an den Start im Strandbad. Zahlreiche Zuschauer beklatschten die Athleten und nahmen sie später im Ziel jubelnd in Empfang.

Den Startschuss durfte Jan Lawrentz geben. „Ich habe von 1991 an dreimal in Stralsund mit der DLRG die ersten drei Strelasund Triathlons organisiert. Das ich für diese Aufgabe ausgewählt wurde, ist wohl eine Reminiszenz an die damalige Zeit.“ Und weil parallel die Schilltage stattfanden, war es auch kein gewöhnlicher Startschuss: Lawrentz zündete eine Kanone des 2. Korps Artillerie zu Fuß aus dem Erzgebirge. Das war ein Wumms...

Drei Sportarten nacheinander

Egal ob Olympische Distanz, Staffellauf, Jedermann- oder Jugendtriathlon: Zunächst galt es, in den Sund zu stürmen und dort die Bojen zu umrunden. „Guckt mal, wie der Sund kocht!“, forderte ein euphorischer Maik Hofmann, Präsident des Stadtsportbundes und Leiter des Organisationsteams, das Publikum übers Moderationsmikro auf.

Die zweite Disziplin – das Radfahren, führte die Sportler aus der Stadt hinaus nach Parow und von dort in einem Bogen über die Prohner Straße wieder stadteinwärts. Je nach gewählter Distanz mussten unterschiedlich viele Runden gedreht werden. Dabei kam es zu einigen Verwirrungen. Manch ein Sportler drehte zunächst eine Runde zu wenig und musste sich noch mal aufschwingen, andere fuhren eine Runde zu viel.

Männer in Uniform und Männer im Sportdress

Zum Abschluss galt es, die Sundpromenade entlangzulaufen. Dabei kamen die Athleten auch an der Hansawiese und dem dortigen Biwak vorbei, das im Rahmen der Schilltage aufgebaut wurde. Herren in historischer Militärkleidung, die am Nachmittag noch die Schlacht um Stralsund nachkämpfen, bestaunten Herren in sportlicher Kleidung, die bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius mitunter selbst schon etwas abgekämpft aussahen.

Im Ziel spielten sich zum Teil sehr herzliche Szenen ab. So lief etwa Familie Burzlaff aus Gademow auf Rügen gemeinsam über die Ziellinie. „Wir haben eine Staffel gebildet“, erklärte Vater Mario. Seine Frau Evelin sei geschwommen, er habe sich aufs Rad geschwungen und Sohn Andy hat die Laufstrecke in Angriff genommen. „Wir wollten das einfach zusammen schaffen“, sagte Mario Burzlaff. Im nächsten Jahr wollen sie wieder dabei sein. „Und dann trainieren wir auch noch mehr vorher.“

Mario, Andy und Evelin Burzlaff Quelle: Kai Lachmann

Jedermann-Sieger war überraschend schnell

Als Erster über die Ziellinie schaffte es Till Kramp vom SC Neubrandenburg. Er war mit einer Zeit von einer Stunde und 48 Sekunden so schnell, dass das Publikum es noch nicht einmal bemerkt hatte, dass sich schon lohnte, von der Wechselzone zum Zieleinlauf zu gehen. Kramp hatte sich Blasen an den Füßen zugezogen, die beim Laufen aufgingen. Nach seinem ersten Interview humpelte er zum Sanitäterzelt.

Voller Glücksgefühle war die erste Dame im Ziel: Anja Wittwer (Tri Sport Schwerin). „Dass ich hier gewinnen würde, damit habe ich nicht gerechnet. Ich kannte das Frauenfeld nicht.“ Zuletzt hatte sie einen Triathlon in Norwegen gewonnen.

Weitere Bilder folgen

Triathlon-Premiere mit 78 Jahren

Der älteste Teilnehmer im Feld war Gerhard Pich mit seinen 78 Lenzen. „Ich habe schon mal in Stralsund einen Indoor-Triathlon im Hansedom mitgemacht, aber draußen mit allen Disziplinen noch nicht. Das war heute also mein erster richtiger Triathlon.“

Hier geht es zu allen Ergebnissen im Detail.

OZ testet Stralsund-Triathlon-Strecken

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Von Kai Lachmann

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