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Stralsund Mit der „Vorpommern“ über den Atlantik
Vorpommern Stralsund

Stralsunder will einhand über den Atlantik segeln

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08:17 14.01.2020
Lennart Burke aus Stralsund will im Jahr 2021 an der Einhand-Regatta Mini Transat teilnehmen. Quelle: Johan Müller
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Stralsund

Vorpommern – das ist das neue Schiff des Stralsunders Lennart Burke. Auf diesen Namen hatte es seine kleine Schwester Hanna am Montag vor großem Publikum getauft. Mit der „Vorpommern“ will Lennart Burke im Jahr 2021 an den Start der Mini Transat gehen, einer internationalen Einhandregatta über den Atlantik. Ein wichtiger Schritt dorthin ist das Boot, das er vor allem dank der Unterstützung seiner Sponsoren kaufen konnte, vornweg der Hauptsponsor, die Sparkasse Vorpommern.

Ein Boot namens „Vorpommern“

„Ich muss zugeben, ich bin stolz, dass das Boot Vorpommern in der Segler-Welt bekannt machen wird, den Namen unserer Sparkasse trägt und von unserem Slogan ,Wir sind so Vorpommern’ dazu inspiriert wurde. Lennart habe ich voll und ganz als ,so Vorpommern’ kennengelernt“, erklärte Ulrich Wolff, Vorstandschef der Sparkasse bei der Taufe.

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Der Stralsunder Lennart Burke will 2021 an der Einhandregatta Mini Transat teilnehmen. Am Montag ist sein Schiff getauft worden: Vorpommern. Getauft hat das Schiff Lennart Burkes Schwester Hanna. Quelle: Miriam Weber

Für Lennart Burke ist der Name auch ein Dank an seine Heimat: „Wenn es mich auch in die Welt hinauszieht, bin ich ein waschechter Vorpommer. Ich identifiziere mich stark mit meiner Heimat, mit meinen Wurzeln“, sagt der Stralsunder. Das passt prima dazu, warum auch Vorpommern-Rügens Landrat Stefan Kerth (SPD) und der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) es sich nicht nehmen lassen, Lennart Burke zu unterstützen. „Es ist klasse, dass ein Stralsunder Jung so ein Projekt angeht“, sagte Badrow bei der Taufe und Stefan Kerth ergänzte: „Wir sind Deutschlands schönster Landkreis, bieten hier unter anderem Seglern beste Bedingungen. Mit Lennarts Projekt transportieren wir das sympathisch nach außen.“

Mit dem Gewinnerschiff auf Kurs

Ein bisschen Respekt schwingt mit, wenn Lennart Burke von seinem neuen Schiff erzählt, einer 6,50 Meter langen Pogo 3. Denn es ist kein geringeres, als das des Gewinners der letzten Mini Transat. Im Jahr 2019 hatte der Italiener Ambrogio Beccaria als erster Nicht-Franzose überhaupt die Wettfahrt über den Atlantik für sich entscheiden können. „Das ist schon eine riesige Nummer und die Erwartungen sind groß“, sagt Lennart mit einem Lachen. Doch das Ziel des 21-Jährigen ist klar: „Ich möchte ganz vorne mitsegeln.“ Deshalb sei es so wichtig, dass er sich in der kommenden Zeit vor allem darauf konzentriere, sein neues Boot in der Praxis kennenzulernen, bevor es ernst wird.

Das anspruchsvolle Einhand-Transatlantik-Rennen führt alle zwei Jahre über insgesamt 4000 Seemeilen in zwei Etappen von Frankreich über die Kanaren bis in die Karibik. Die genaue Route wird dabei immer neu festgelegt. 2021 geht es von Les Sables d’Olonnes über Santa Cruz de La Palma bis nach Saint-Francois in der Karibik.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Doch die Anforderungen an so eine Teilnahme sind hoch, unter anderem zählt dazu, dass mindestens 1500 Seemeilen auf Regatten der Mini-Klasse gesammelt werden müssen, und es gibt immer wieder Seminare mit verschiedenen Themen, die von Überlebenstraining bis hin zu Astronavigation reichen. Denn eine Voraussetzung bei dieser Atlantiküberquerung ist auch, dass Satellitentelefone, Handys oder Navigationscomputer verboten sind. Stattdessen werden als Hilfsmittel Sextant, Papier-Seekarten und Weltempfänger genutzt.

Landrat Stefan Kerth, Holger Neu, Neu Gruppe Barth, Lennart Burke, Ulrich Wolff, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen, OB Alexander Badrow und Norbert Zdrowomyslaw von der Hochschule Stralsund (v.l.) bei der Bootstaufe. Quelle: Miriam Weber

In den kommenden Monaten hat für Lennart Burke eine Sache Priorität: das Trainieren. „Jetzt geht es für mich erst einmal nach Düsseldorf, zur Bootsmesse. Dort werde ich mit der ,Vorpommern’ sein und auch zwei Vorträge halten“, erklärt der junge Mann, für den mit der Teilnahme an der Mini Transat ein Traum in Erfüllung gehen würde. Dann reist er weiter nach Frankreich, um dort an Trainings mit Profis teilzunehmen. „Jetzt kommt es wirklich darauf an, möglichst viel Zeit effektiv auf dem Wasser zu verbringen.“

Junge Menschen begeistern

Dass er so viel Unterstützung für sein Projekt erhalte, sei für ihn „der absolute Wahnsinn. Das hat in den vergangenen Monaten eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt“, sagt er und ist begeistert, dass er seinem Traum wieder ein Stück näherkommt. „Segeln, das heißt für mich, eins zu werden mit der Natur, mich stetig neuen Anforderungen anzupassen, Leistungsbereitschaft zu zeigen und Herausforderungen zu meistern. Diesen Spirit möchte ich gerne an junge Menschen weitergeben und sie mit meiner Begeisterung anstecken.“

Von Miriam Weber

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