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Stralsund Stralsunderin unterwegs auf der Buchmesse
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16:17 29.03.2019
Mit ihrer Freundin machte Eva Hoffmann (l.) vom Schulzentrum am Sund die Leipziger Buchmesse unsicher. Quelle: Eva Hoffmann
Stralsund

Vier große Messehallen voll mit Büchern sind das Paradies für jeden Vielleser: Willkommen bei der Leipziger Buchmesse. Nur leider kann nicht jeder Bücherwurm einfach alles stehen und liegen lassen, um sich ins Buch-Wunderland zu begeben. Deshalb hier ein paar Eindrücke:

Fangen wir im Herzen jeder Leipziger Messe an: Der Glashalle mit einer durchsichtigen Kuppel. Die Halle ist gefüllt mit mobilen Studios der wichtigsten deutschen Radio-und Fernsehsender, Menschenmassen und Imbissständen. Letztere sind auch ein Grund, warum ich mich immer auf die Messe freue. Von dort geht es zu den einzelnen Hallen: Halle 2, mein Reich der Kinder-und Jugendbücher, Halle 3, das Paradies für alle Grafikliebhaber und Halle 4 und 5, mit mehr oder weniger interessanter Belletristik. Und Halle 1? Dazu kommen wir später. Zuerst gehen wir in die Kinderbuchhalle.

Während ich irgendwo bei einem namhaften Verlag sitze und von einem neuen Endzeit-Roman gepackt bin, läuft hinter mir ein lebensgroßer Geolini herum und lässt sich von den Kindern, die mit Schulklassen die Messe besuchen, umarmen. Eigentlich ganz süß, die kleinen Butscher, würden sie nicht die gesamte Zeit im Weg rumstehen! Da die Kleinen meine Leseruhe stören, stelle ich seufzend das Buch zurück und trete in den engen Gang zwischen den Ständen. Große Banner mit Buchstaben dienen als Orientierung für die Besucher, wenn sie sich einmal aufteilen („Wir sind in B! B! Nicht D! B wie Berta!“, bölkt meine Mutter gerade ins Handy). Ich drängle mich durch Gang E vorbei an Grundschülern und Gleichaltrigen auf der Suche nach ihr, denn sie besitzt Geld gegen Hunger. Plötzlich gibt mein Handy ein Fiepen von sich. Erwartungsvoll ziehe ich es aus der Hosentasche und lese die Sms.

Hunger ist vergessen! Mutti, ich muss los, meine Freundin ist da. Normalerweise ist es mit Hilfe von Technologie leicht, sich zu finden, doch nicht auf der Leipziger Buchmesse, mit all den verwirrenden Hallen. Nach einem hektischen Telefongespräch finden wir uns aber dennoch. Und ehe ich mich versehe, geht es mit meiner Freundin auf zu Halle 1.

Dort ist die Manga-Comic-Con untergebracht. Eine ganze Halle voll mit Mangabibliotheken, Fan-Artikel-Shops, Plüschtierauslagen, die alle wirklich sehr überteuert sind, und Ständen mit japanischen Naschwerk. Und zwischen den nun etwas breiteren Gängen wandeln nicht nur normale Menschen umher, sondern auch Fabelwesen und Anime-Charaktere. Von Naruto über Game-of-Thrones-Helden bis zum Mensch-Hirsch-Hybrid ist alles vertreten. Jedes Mal, wenn man Halle 1 betritt, ist man erstmal kurz gelähmt wegen der Reizüberflutung.

Nachdem wir uns beide vom ersten Schock erholt haben, irren wir erstmal wie verloren gegangene Hamster zwischen den Standklüften umher. Während meine Freundin überall bekannte Gesichter aus ihren Lieblingsanimes erkennt und sich über Mangas und KPop-Merch freut. Mein Interesse gilt eher den Ständen der jungen Zeichner, die dort wunderschön gestaltete Postkarten und Sticker anbieten.

Egal, mit welchen Interessen man auf die Leipziger Buchmesse geht - Bücher, Mangas oder, nun ja, Essen - man vergisst in diesem Hallenkomplex die Zeit. Deshalb war ich auch verwirrt, als meine Mutter plötzlich anrief und zum Heimfahren aufforderte. Und das war ebenfalls der Moment, in dem ich bemerkte, dass mir meine Füße quasi abfielen. Also folgte ich mit schlurfendem Schritt der Aufforderung des Familienoberhaupts und schleppte mich durch die sonnendurchflutete Glashalle zum Auto. Mit einem letzten Blick auf den Messekomplex verabschiedete ich mich von der diesjährigen Buchmesse. Bis nächstes Jahr!

Eva Hoffmann

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