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Stralsund Stralsunderin fliegt in Katastrophengebiet
Vorpommern Stralsund Stralsunderin fliegt in Katastrophengebiet
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11:35 24.03.2019
Überlebende des Zyklons „Idai“ warten in einer provisorischen Zeltstadt in Beira (Mosambik) am Straßenrand auf Hilfe. Quelle: Tsvangirayi Mukwazhi/dpa
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Stralsund

Die Stralsunderin Annelie Haack ist am Samstagabend als Helferin in das vom Zyklon Idai betroffenene afrikanische Mosambik geflogen. Die 31-Jährige wird gemeinsam mit Jonathan Hinsch im Auftrag der Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation „Hoffnungszeichen/Sign of Hope“ vor Ort mit lokalen Partnern die Bedürfnisse der Überlebenden der Flutkatastrophe aufnehmen und die Nothilfe koordinieren, wie der Verein mitteilte. „Hoffnungszeichen“ stellt 60 000 Euro Soforthilfe für die betroffenen Menschen in Mosambik, Malawi und Simbabwe bereit. Betroffene sollen schnell mit Nothilfepaketen versorgt werden, die zum Beispiel Zelte, Decken, Moskitonetze, Wasserreinigungstabletten, Seife sowie Maisstärke und Speiseöl enthalten.

Fast zwei Millionen Betroffene

Die Vereinten Nationen gehen inzwischen davon aus, dass fast zwei Millionen Menschen von den Folgen des Wirbelsturms betroffen und mehr als 600 Tote zu beklagen sind. Offizielle Stellen erwarten, dass die Zahl der Opfer stark steigen wird. Am heftigsten traf der Zyklon die mosambikanische Hafenstadt Beira. Bereits jetzt gilt Idai als eine der schlimmsten Naturkatastrophen des bisherigen 21. Jahrhunderts.

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Die Stralsunderin Annelie Haack hilft nach Wirbelsturm Idai in Mosambik, Malawi und Simbabwe. Quelle: Hoffnungszeichen

„Unsere lokalen Partner sind dabei, den Menschen schnell zu helfen. Ich werde sie unterstützen, dass die Überlebenden Nahrung und Trinkwasser erhalten und ein Dach über dem Kopf finden. Krankheiten wie Malaria und Cholera drohen – dagegen werden wir Moskitonetze und Wasserreinigungstabletten verteilen“, sagt Jonathan Hinsch. Genau wie er ist die Stralsunderin Annelie Haack Katastrophen-Koordinatorin für „Hoffnungszeichen“. Die studierte Kamerafrau war bereits bei Naturkatastrophen in Äthiopien, Nepal und auf den Philippinen im Einsatz.

Hilfsorganisation bittet um Spenden

Hoffnungszeichen“ leistete unter anderem Hilfe nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen 2013, nach dem Erdbeben in Nepal 2015 und dem Tsunami in Indonesien im Oktober 2018. Für die vom Wirbelsturm Idai in Mosambik, Malawi und Simbabwe betroffenen Menschen bittet Hoffnungszeichen um Spenden auf das Konto DE54 5206 0410 0400 0019 10 unter dem Stichwort „Wirbelsturm Idai“.

Thomas Pult

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