Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Stralsunderin verliert vierstellige Summe
Vorpommern Stralsund Stralsunderin verliert vierstellige Summe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:46 17.09.2019
Telefonbetrüger haben es wieder auf vorwiegend ältere Menschen abgesehen.
Telefonbetrüger haben es wieder auf vorwiegend ältere Menschen abgesehen. Quelle: dpa
Anzeige
Stralsund

Die Betrüger lassen nicht locker: Eine 59-Jährige Stralsunderin ist am Wochenende auf die Masche des Gewinnspielbetruges herein. Im guten Glauben, eine Summe von knapp 40 000 Euro bei einer Verlosung gewonnen zu haben, verlor die Frau eine vierstellige Geldsumme, weil sie Cashcodes an die Tatverdächtigen übermittelt haben soll. Diese sollten die notwendige Gebühr für die spätere Transaktion des Gewinns sein. Nach Angaben der Polizei sei die Frau sechs Mal bis zu 30 Minuten lang angerufen worden, in denen die Unbekannten derart Druck aufbauten, dass die Frau der Zahlung nachkam.

Sechs erkannten die Masche

Dass die mutmaßlichen Betrüger nicht müde werden, zeigten weitere Anrufe im Bereich Stralsund, Franzburg, Bad Sülze und Zingst, die der Polizei am Montag sowie am Dienstag bekannt wurden. In diesen Fällen hätten die sechs, zumeist älteren Angerufenen indes richtig gehandelt. Sie erkannten die Betrugsmasche, beendeten das Gespräch und zeigten den Vorfall bei der Polizei an.

Sie locken mit Gewinnen und fordern eine „Gebühr“

Diese Betrugsmasche sei, so die Polizei, weit verbreitet. Vorwiegend ältere Menschen erhalten einen Anruf von ihnen unbekannten Personen. In dem Telefonat versuchen die Betrüger gegenüber ihrem Opfer glaubhaft zu machen, dass sie bei einem Gewinnspiel gewonnen hätten und locken mit Reisen, Wertgegenständen oder hohen Geldsummen. Damit die Angerufenen den Gewinn erhalten können, fordern die Betrüger jedoch eine „Gebühr“ ein, die zumeist auf ausländische Konten überwiesen werden soll. Auch die Herausgabe von Gutscheincodes am Telefon ist eine gängige Methode, dass die Betrüger an ihr Geld kommen. Werden die Angerufenen im Gespräch misstrauisch, wird ihnen mit noch höheren Kosten gedroht oder sogar mit den Ermittlungsbehörden. Oftmals werden die Opfer auch mehrfach angerufen und so unter Druck gesetzt.

Polizei rät: Keine Details preisgeben

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: Seien Sie misstrauisch. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Verständigen Sie beim geringsten Zweifel die Polizei.

Von Chris Herold