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Stralsund Karrieresprung für frühere Hochschulkanzlerin
Vorpommern Stralsund Karrieresprung für frühere Hochschulkanzlerin
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10:38 28.03.2019
Susanne Bowen als Gast auf einem Empfang der OSTSEE-ZEITUNG. Quelle: Hartmut Klonowski
Stralsund

Karrieresprung nach Niederlage: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die bisherige Kanzlerin der Hochschule Stralsund (HOST), Susanne Bowen, übergangsweise zur Staatssekretärin im Bildungsministerium ernannt. Der Job soll befristet sein, bis die Legislaturperiode des Landtages endet. Die 39-Jährige wird unter Ministerin Birgit Hesse (SPD) für Hochschulen und Kultur zuständig sein. Sie nimmt den Platz von Sebastian Schröder (SPD) ein, der ab Sommer aus familiären Gründen unbezahlten Urlaub antritt.

In der Begründung für die Personalie Bowen hieß es aus der Staatskanzlei: „Sie bringt aus ihrer Zeit als Kanzlerin und zuvor als Justiziarin an der Hochschule Stralsund viel Erfahrung aus dem Hochschulbereich mit. Sie hat dort für frischen Wind gesorgt und entscheidend dazu beigetragen, dass aus der einstigen Fachhochschule eine profilierte Hochschule mit Ausstrahlung auf ganz Vorpommern geworden ist.“

Susanne Bowen, Tochter der früheren Oberbürgermeisterin von Wismar, Rosemarie Wilken (SPD), war 2011 zur Kanzlerin der FH gewählt worden. Bei der Neuwahl des Hochschulkanzlers im Juni 2018 waren drei Kandidaten, darunter Bowen, angetreten. Im dritten Wahlgang war die Entscheidung für Micha Leckebusch, Finanzdezernent der Universität Düsseldorf, gefallen. Er hatte das Amt nicht angetreten, da nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Greifswald, die Stelle nicht besetzt und neu ausgeschrieben worden war. Bowen hatte die Wahl gerichtlich angefochten.

Befürchtungen an der HOST, dass man sich im Unfrieden getrennt habe, will Rektorin Petra Maier nicht nachvollziehen: „Ich habe Susanne Bowen als Kämpferin für eine optimale Ausstattung der Hochschule erlebt. Sie jetzt auf der Geberseite zu wissen, weckt Hoffnungen.“ Susanne Bowen sagt: „Stralsund und die Hochschule sind mir ans Herz gewachsen. Das Verfahren am Verwaltungsgericht hat nichts damit zu tun. Wir leben im Rechtsstaat, können Entscheidungen überprüfen lassen.“

Jörg Mattern

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